Kommentar zu Gewerbeflächen: Begrenzter Spielraum

Kommentar zu Gewerbeflächen : Begrenzter Spielraum

Gewerbe findet kaum noch Platz in der Stadt Bonn. Nicht nur an dieser Stelle müssen Stadt und Rhein-Sieg-Kreis weiter kooperieren, um sich auf die Zukunft vorzubereiten.

Die Stadt Bonn steckt in einem Dilemma, das sich weiter verschärft: Die topografische Lage lässt wenig Spielraum für neue Gewerbeflächen, und der zusätzliche Bedarf an Wohnraum muss ebenfalls gedeckt werden. Alles mit möglichst geringen Eingriffen in die Naturräume, die einer Stadt letztlich Leben einhauchen und erheblich zu ihrer Attraktivität beitragen. Eine vertiefende Zusammenarbeit mit dem umliegenden Rhein-Sieg-Kreis liegt nicht nur nahe, sie ist zwingend notwendig, um sich für die Zukunft aufzustellen und weiter Arbeit für Menschen mit unterschiedlichen Einkommen anbieten zu können.

Dass diese Kooperation nicht so ganz einfach wird unter in vielen Bereichen konkurrierenden Kommunen, liegt auf der Hand. Es wird darüber zu sprechen sein, wie das teure Bonner Kulturangebot, auf das auch die Bürger des Rhein-Sieg-Kreises gerne zurückgreifen, künftig finanziert werden kann. Die Beteiligung des Kreises an den Fixkosten des Deutschen Museums in der Ahrstraße hat ja gezeigt, dass Siegburg den Wert eines solchen Hauses durchaus zu schätzen weiß. Umgekehrt profitiert der Handel in der Innenstadt von Kunden aus dem Umland. Für die großen Themen wie Städtebau, Verkehr und Bildung ist sinnigerweise der Verein Metropolregion Rheinland gegründet worden.

Eines ist klar: Den Kommunalpolitikern und Verwaltungsspitzen in Stadt und Kreis werden die gemeinsamen Themen in den kommenden Jahren sicher nicht ausgehen.

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