Bauern-Demo in Bonn: Verkehrschaos befürchtet

Mehr als 1000 Traktoren erwartet : Verkehrschaos bei Bauern-Demo in Bonn befürchtet

Am Dienstag wollen bis zu 10.000 Teilnehmer in Bonn gegen die Agrarpolitik der Bundesregierung protestieren - und reisen voraussichtlich mit mehr als Tausend Fahrzeugen an. Die Polizei rechnet mit großen Auswirkungen auf den Verkehr - und auch die Autobahnen könnten betroffen sein.

Am Protest gegen die deutsche Agrarpolitik nehmen am Dienstag offenbar mehr Bauern mit ihren Traktoren teil als ursprünglich erwartet. „Wir rechnen mit mehr als 1000 Fahrzeugen“, sagte der Bonner Polizeisprecher Robert Scholten am Montag. Vorige Woche war noch von rund 700 Traktorfahrern die Rede gewesen, die sich aus mehreren Bundesländern auf den Weg zur zentralen Kundgebung in Bonn machen wollen.

„In den Vormittagsstunden ist eine Chaosphase in der Innenstadt nicht auszuschließen“, so Scholten. Zwar planen die örtlichen Anmelder der Kundgebung, zum Abstellen der Traktoren ein Grundstück des Landwirts Marcus Vianden in Schwarzrheindorf nördlich der Nordbrücke zur Verfügung zu stellen. Die Polizei hat aber Zweifel, dass alle Kundgebungsteilnehmer dieses Angebot auch nutzen werden. Stau droht besonders auf der B 56, der Kennedybrücke und der B 9 in Richtung Innenstadt. Auch Autobahnen könnten betroffen sein.

Zwar dürfen sie mit den meisten Traktoren nicht befahren werden. Nach Informationen der Polizei aus dem Emsland sollen einzelne Demo-Teilnehmer aber vorhaben, im Konvoi gegen das Befahrungsverbot zu verstoßen. Die Bonner Polizei schaltet ab 7 Uhr unter 02 28/15 30 30 ein Bürgertelefon zur Verkehrslage. Die Veranstalter haben auf dem Münsterplatz für die Zeit von 9 bis 13 Uhr bis zu 10.000 Teilnehmer angemeldet. Starten soll die Kundgebung um 11 Uhr. Erst vor kurzem haben Landwirte vor dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in Duisdorf gegen das im September vorgestellte Agrarpaket protestiert.

Am Dienstag informieren wir über die Entwicklungen der Bauern-Demo sowie die Verkehrssituation in Bonn und der Region in diesem Artikel.

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