Arbeitnehmerempfang im Alten Rathaus Bonn: Azubis und ihre Migrationsgeschichte

Arbeitnehmerempfang im Alten Rathaus Bonn : Azubis und ihre Migrationsgeschichte

Der traditionelle Arbeitnehmerempfang im Alten Rathaus stand am Dienstag ganz im Zeichen des internationalen Wirtschaftsstandortes Bonn. Im Gobelinsaal begrüßte Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch zahlreiche Bonner Bürger und Politiker aus dem Land- und Bundestag sowie Kristina Segmüller, Seyhan Dursun und Schahrzad Labafzadi, die von ihren Erfahrungen als Auszubildende im öffentlichen Dienst und bei der Deutschen Telekom berichteten.

Es dauerte eine ganze Weile, bis Nimptsch die Liste der Veranstaltungen zum interkulturellen Dialog und der zahlreichen Aktionen gegen Fremdenfeindlichkeit, die in den nächsten Tagen und Wochen in Bonn stattfinden werden, vorgestellt hatte. "Wie Sie sehen, gehört es zu unserer alltäglichen Arbeit, unsere Stadt als internationalen Standort weiterzuentwickeln." Menschen aus 180 Nationen arbeiteten in Bonn, so Nimptsch. "Internationale Fach- und Führungskräfte sind das Fundament unserer Wirtschaftsstärke."

Doch so wichtig die Integration ausländischer Arbeitnehmer gerade für Bonn ist, sie ist nicht immer einfach. Davon berichtete Labafzadi, Auszubildende bei der Telekom. Im Alter von drei Jahren kam sie mit ihren Eltern aus dem Iran nach Deutschland. "Die fremde Sprache und Kultur waren nicht leicht", sagte Labafzadi. Heute gibt sie ihre Erfahrungen in der Auszubildenden-Vertretung ehrenamtlich an Bewerber und Azubis mit Migrationshintergrund weiter.

Von positiven Erfahrungen im interkulturellen Austausch berichtete auch Dursun. Der 20-Jährige gab mit Segmüller einen Einblick in die Arbeit eines Azubis der Stadt Bonn. "Ich habe einen türkischen Migrationshintergrund", so Dursun. "Ich konnte schon oftmals übersetzen, was Bürgern und Mitarbeitern sehr geholfen hat."

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