Polizist Peter ist Pate: Auszeichnung für Kettelerschule in Dransdorf

Polizist Peter ist Pate : Auszeichnung für Kettelerschule in Dransdorf

Die Dransdorfer Kettelerschule erhält die Auszeichnung „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Das Kinderparlament wählte Polizist Peter Neukirchen zum Paten der Aktion.

Die Inklusive Gemeinschaftsgrundschule Kettelerschule erhält die Auszeichnung „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Zeynep Pirayesha vom Kommunalen Integrationszentrum der Stadt Bonn übergab am Donnerstag als Regionalkoordinatorin für die Schulen ohne Rassismus die Anerkennungsurkunde an den Dransdorfer Bezirksdienstbeamten Polizeihauptkommissar Peter Neukirchen, den das Kinderparlament der Kettelerschule zum Paten der Aktion gewählt hatte.

„Herr Neukirchen erschien uns allen als der geeignete Pate für unsere Schule“, sagte Konrektorin Sandra van de Gey, „er ist eine Respektsperson, die alle Schüler kennen. Schon morgens begrüßen ihn viele mit einem ‚Hallo Peter!‘ am Zebrastreifen vor der Schule.“ Der Anerkennung als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ging eine Selbstverpflichtung der Schülerinnen und Schüler voraus, die von mindestens 70 Prozent der 225 Grundschulkinder unterzeichnet wurde.

Gewalt ist keine Lösung

Im Rahmen des Monatstreffens im Forum der Schule wurden am Donnerstag die wesentlichen Punkte des Vertrags noch einmal vorgetragen und in Erinnerung gerufen. Zuvor hatten die Kinder gemeinsam ihr Schullied gesungen, in dem es bereits heißt, „jeder hier ist einzigartig, und das ist ein Glück; Dunkle, Helle, Dicke, Dünne, das ist ganz egal; jeden hier in unserer Schule gibt es nur einmal.“ Sarah Dernbach, Lehrerin der Löwengruppe, fragte von der Bühne aus die Kinder, was es denn bedeute, „einzigartig“ zu sein. Die Antworten kamen unisono aus allen Richtungen: „Egal ob schwarz oder weiß, wir sind alle gleich“ oder „wir müssen uns alle mit Respekt begegnen“. Aspekte, die von den Kindern in ihrer Selbstverpflichtung unterschrieben wurden.

Darin gab es auch den Punkt, nicht wegzuschauen, wenn man Gewalt beobachte, sondern einen friedlichen Weg zu suchen, um Probleme zu lösen. Vielleicht auch mit der Hilfe von Erwachsenen. Einmal im Jahr werden sich alle Schüler der Schule damit beschäftigen, wie sie miteinander umgehen wollen: „Darüber müssen wir regelmäßig sprechen und immer wieder Neues dazulernen“, wurde von der Bühne aus vorgetragen. „Gewalt ist in unserer Schülerschaft kein großes Thema“, sagte Schulleiterin Christina Lang-Winter, „aber wir möchten auch nach außen tragen, dass unsere Kinder so toll miteinander umgehen.“ Es gebe natürlich Konflikte unter den Schülern verschiedener nationaler Herkünfte, aber das seien typische „Kinderkonflikte“ und keine Themen von Rassismus.

Mitsprache im Kinderparlament

Das aus 18 Vertretern der neun Lernfamilien der Grundschule bestehende Kinderparlament sei ein Gremium, welches das Zusammenleben in der Schule auf eine wesentliche Weise mitgestalte, ergänzte van de Gey: „Wir bringen den Kindern damit bei, sich an der Gemeinschaft aktiv zu beteiligen.“ Mit Freude und Dank an alle Beteiligten, sagte Schulleiterin Lang-Winter, übergebe sie das bald an der Schule zu sehende Schild „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ an das Kinderparlament: „Viele Erwachsene wissen noch gar nicht, wie man freundlich und friedlich miteinander umgeht – hier wissen das so viele Kinder, worauf ich sehr stolz bin.“ Eindringlich appellierte die Schulleiterin an die Kinder, dass es das Wichtigste sei, um eine gute Gemeinschaft zu bilden, alle Menschen zu respektieren. Dabei solle man auch jeden Menschen so sein lassen, wie er ist.

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