Guido Westerwelle: Außenminister auf Wahlkampftour in Siegburg

Guido Westerwelle : Außenminister auf Wahlkampftour in Siegburg

Dass sich ganz Deutschland derzeit im Wahlkampf befindet, war gestern auch in Siegburg zu spüren. Die Innenstadt gelb-blau gefärbt und auf der Bühne am Marktplatz Außenminister Guido Westerwelle (FDP).

Vor rund 400 Zuschauern stärkte er Jürgen Peter und Thorsten Knott, den FDP-Direktkandidaten für die anstehende Bundestagswahl im Rhein-Sieg-Kreis, den Rücken und sprach zugleich in aller Deutlichkeit aktuelle Themen der Weltpolitik an.

"Was in Syrien passiert ist, ist ein zivilisatorisches Verbrechen", so Westerwelle. Da müsse Deutschland eine starke Botschaft senden, Russland sollte dem syrischen Regime die schützende Hand entziehen. Schnell ging es dann aber zur anstehenden Wahl über, die Westerwelle mit einem Appell an die Zuhörer verpackte: "Nicht zur Wahl zu gehen, ist eine Ohrfeige für die Menschen auf der Welt, die nicht frei wählen gehen dürfen und unterdrückt werden." Es sei nicht nur ein Recht, wählen zu gehen, sondern eine Pflicht, sich einmal in vier Jahren zur Wahlurne zu begeben.

Vor allem lobte der Außenminister die Arbeit der schwarz-gelben Regierung. "Wir haben am Ende unserer Legislaturperiode weniger ausgegeben als zu Beginn", betonte Westerwelle. Gleichzeitig habe man mehr Geld als jede Regierung vorher in Bildung, Forschung und Ausbildung gesteckt. Auch das Thema Leistungsgerechtigkeit, das Zugpferd des FDP-Wahlkampfes, wurde thematisiert. "Wir kümmern uns um die Leistungsgerechtigkeit, um Chancengerechtigkeit und halten den Arbeitsmarkt stabil", sagte Jürgen Peter schon zu Beginn der Veranstaltung.

Ein wenig zu kämpfen hatte der Außenminister mit seiner Stimme, die aufgrund der vielen Wahlkampfveranstaltungen der vergangenen Tage etwas angeschlagen war. "Wenn es so ist, lernt man die Bedeutung einer Zweitstimme zu schätzen", scherzte ein gut aufgelegter Westerwelle. Nach rund 30 Minuten stieg der FDP-Mann von der Bühne, um auch kurz mit den Siegburgern ins Gespräch zu kommen. Dann ging es ins Auto, zum nächsten Wahlkampftermin weiter nach Mainz.

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