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Nach Vorfall in Bonn: Ausschuss vertagt Diskussion um Pferde im Karneval

Nach Vorfall in Bonn : Ausschuss vertagt Diskussion um Pferde im Karneval

Ein mögliches Verbot von Pferden in Bonner Karnevalszügen ist am Mittwoch in der Sitzung des Umweltausschusses vertagt worden. Im Mai soll eine Empfehlung ausgesprochen werden.

Wie berichtet, argumentierten Tierschutzgruppen im Bürgerausschuss, dass es sich bei Pferden um „schreckhafte Fluchttiere“ handele, die im Karneval einer für sie unnatürlichen Umgebung ausgesetzt seien. Die Politiker verwiesen das Thema an den Umweltausschuss, der nun erst im Mai seine Empfehlung aussprechen will.

In der Koalation tun sich vor allem die Grünen noch schwer. „Es ist ein schwieriges Thema. Wir haben Interesse an einer guten Entscheidung“, sagte Brigitta Poppe dem GA. Sie würde sich wünschen, dass sich Fachleute erst mal an einen Tisch setzen. Sie selbst könne sowohl Argumente des Festausschusses Bonner Karneval als auch einige der Tierschützer nachvollziehen.

Die Polizei hat derweil keine weiteren Zeugenhinweise erhalten, was zwei Kutschpferde nach dem Rosenmontagszug erschreckt hatte: Sie waren durchgegangen, danach noch zwei weitere. Der Fall sei nun an die Staatsanwaltschaft Bonn übergeben worden.