Ein höfliches Tier?: Auf der Spur des Wolfes in Bonn

Ein höfliches Tier? : Auf der Spur des Wolfes in Bonn

Fräulein Brehm alias Daniela Zähl ist dem Wolf auf der Spur. Im Haus der Natur brachte sie den Kindern die gefährdete Tierart näher.

Wo und wie leben Wölfe in Deutschland? Sind sie wirklich so blutrünstig wie behauptet wird? Und was steht auf ihrem Speiseplan? Fräulein Daniela Brehm, Wolf-Expertin, hatte in ihrem einstündigen Theaterprojekt die Antworten. „Unsere Informationen beruhen auf wissenschaftlichen Ergebnissen und praktischer Feldforschung“, berichtete sie.

So erfuhren die Kinder, wie viele Kilometer ein Wolfsrevier groß sein kann. „Bis zu 250 Quadratkilometer“ Außerdem sei ein Wolf mit bis zu 70 am Stück zurückgelegten Kilometern ein „Meister im Langstrecken Lauf“. „Dafür habe er eine besondere Lauftechnik entwickelt. „Der Wolf läuft nicht – er schnürt, das ist energiesparender.“ Beim Fressen ist der Wolf wiederum nicht so sparsam. Bis zu zehn Kilo Nahrung kann das Tier an nur einem Tag fressen.

Neben einer maßgetreuen Nachbildung eines Wolfschädels mit „Drosselgebiss“ durften die Kinder auch versteinerte Losungen, also den Kot, anfassen. „Man kann gut erkennen, was beim Wolf auf dem Speiseplan stand.“ Außerdem erfuhren die Kinder, dass Wölfe immer nur im Rudel heulen und dabei sehr höfliche Lebewesen sind. „Ein Wolf antwortet immer.“

Auch hätten die Vierbeiner sogenannte 24-Stunden-Augen, das heißt, dass sie genauso gut nachts wie tagsüber sehen können. Die Körpergröße und das Fell unterscheide sich je nach Lebensraum. „In der Arktis gibt es zum Beispiel weiße Wölfe“ Übrigens, je nördlicher der Wolf lebt, desto größer und schwerer ist das Tier.“

 Das Theaterstück gehört zum Begleitprogramm der aktuellen Ausstellung „...und wenn der Wolf kommt, die noch bis Ende März 2020 im Haus der Natur zu bestaunen ist.

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