Post bei Suche nach weiteren Bausponsoren "optimistisch": Architektenwettbewerb ist entschieden

Post bei Suche nach weiteren Bausponsoren "optimistisch" : Architektenwettbewerb ist entschieden

Die Entscheidung im Wettbewerb für das Beethoven-Festspielhaus ist gefallen: Drei Entwürfe sind ausgewählt worden. Eine endgültige Entscheidung soll im Frühjahr 2015 fallen. Und was meinen Sie?

Nach zweitägigen Beratungen hat das Festspielhaus-Preisgericht am Dienstagabend drei Architektenentwürfe für das weitere Verfahren ausgewählt. Die Arbeiten der Büros Chipperfield, Kadawittfeld und Valentiny sollen nun nach den Vorgaben der Jury präzisiert werden. Das gab der federführende Post-Konzern auf einer Pressekonferenz mit dem Jury-Vorsitzenden Engelbert Lütke Daldrup bekannt.

Ursprünglich sollten nur zwei Entwürfe in die Endauswahl kommen. Die zehn Arbeiten waren aber so überzeugend, dass der Jury die Entscheidung schwer fiel. Zusätzlich zum Preisgericht waren 80 Gäste aus Kultur und Wirtschaft zur Diskussion im Post Tower eingeladen. Die drei ausgewählten Entwürfe seien architektonisch und akustisch herausragend, lobte Lütke Daldrup.

Zwei Generalunternehmer sollen jetzt im Post-Auftrag prüfen, ob die Entwürfe den festgesetzten Kostenrahmen von 70 Millionen Euro einhalten. Der endgültige Wettbewerbssieger soll im Frühjahr gekürt werden - wohl durch die Hauptbausponsoren und den Jury-Vorsitzenden in Abstimmung mit weiteren Partnern, wie der Post-Projektbeauftragte Heinrich Küpper sagte.

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Spätestens Ende 2015 solle der Bauantrag gestellt werden, sofern die Finanzierung für Bau und Betrieb des Festspielhauses steht. Die Deutsche Post DHL stellt fürs Gebäude 30 Millionen Euro in Aussicht, zusätzlich sammeln die Beethoventaler-Genossenschaft und der Festspielhaus-Förderverein Geld. "Wir suchen weitere Großsponsoren", so Christof Ehrhart, Kommunikationsdirektor der Post. Die Attraktivität der Entwürfe werde dabei helfen: "Wir sind optimistisch."

Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch dankte dem Konzern dafür, der Stadt Bonn "eine zweite Chance" eröffnet zu haben. Nimptsch saß in der rund 30 Mitglieder starken Jury aus Experten und Vertretern der Stadt sowie der Investoren. Eine Namensliste gab die Post nicht bekannt: Es handele sich um kein öffentliches Bauverfahren, begründete Kommunikationschef Ehrhart.

Grüne und CDU im Stadtrat fordern Nimptsch mit einem Dringlichkeitsantrag für den morgen tagenden Kulturausschuss auf, den Businessplan für das Festspielhaus unverzüglich zu veröffentlichen. Dieser war im Auftrag der Post erstellt worden.

Ausstellung

Vom 29. Oktober bis 16. Dezember sind die Modelle der Architektenentwürfe in der Post Tower-Lounge zu sehen. Öffnungszeiten: täglich von 10 bis 18 Uhr (auch am Wochenende). Der Eintritt ist frei.

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