Baustelle auf der Römerstraße in Bonn: Arbeiten werden unterbrochen

Baustelle auf der Römerstraße in Bonn : Arbeiten werden unterbrochen

Die Kanalbauarbeiten in der Römerstraße werden bis zur zweiten Oktoberwoche auf ein anderes Verfahren umgestellt.

Die Stadt geht davon aus, dass es dort spätestens ab Mitte Oktober weitergehen kann. Hintergrund sind schwierige Bodenverhältnisse im zweiten Bauabschnitt zwischen Rosental und Württemberger Straße, über die die Stadt bereits im Sommer unterrichtet hatte.

Auch der vierte Bauabschnitt zwischen Augustusring und Badener Straße soll auf eine unterirdische Bauweise umgestellt werden. Zwischen Augustusring und der Tankstelle konnten die Rohre zwar verlegt werden, aber die Archäologen haben dort mehr Zeugnisse aus römischen Zeiten im Boden entdeckt als zuvor angenommen und den Baufortschritt entsprechend verlangsamt.

„Würde die Kanalsanierung in offener Bauweise bedingt durch die Archäologie im Bereich der Tankstelle ähnlich verzögert, wäre die Tankstelle über Wochen blockiert“, teilte Vize-Stadtsprecher Marc Hoffmann mit. Dies wäre aus Sicht des Tiefbauamts „nicht zumutbar“. Trotz der Umstellung geht das Tiefbauamt weiterhin davon aus, dass die umfangreiche Kanalsanierung planmäßig im Mai kommenden Jahres beendet werden kann.

Derzeit stellt es für die Strecke bis zur Badener Straße die Mehrkosten zusammen und errechnet die Auswirkungen auf die Bauzeit. Zurzeit gehe man davon aus, dass die Tunnelverfahren sogar zu einer Verkürzung der Bauzeit führen könnten. Die ursprünglich kalkulierten Kosten von 1,6 Millionen Euro sind mittlerweile allerdings auf zwei Millionen angestiegen.

Im Februar haben die umfangreichen Kanalarbeiten auf einer Länge von insgesamt 620 Metern in Absprache mit der Bodendenkmalpflege begonnen. Wie der Name Römerstraße schon andeutet, wurde die Strecke bereits in der Antike benutzt; das Römerlager lag nicht weit entfernt.

Der Austausch alter Kanalrohre nimmt Platz in Anspruch und schränkt den Verkehr entsprechend ein. Die Römerstraße kann mit Baubeginn in Abschnitten nur stadtauswärts befahren werden. Dadurch ist die Kölnstraße als Alternativroute stadteinwärts stärker belastet. Auf dieser Strecke fahren auch die Busse der Stadtwerke.

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