Bekannte Gaststätte in Bonn: "Anno Tubac" in der Altstadt wechselt den Besitzer

Bekannte Gaststätte in Bonn : "Anno Tubac" in der Altstadt wechselt den Besitzer

Nach 28 Jahren verkauft Hans Schulze-Osterfeld zum 1. Mai sein Restaurant "Anno Tubac" in der Bonner Altstadt. Der neue Betreiber möchte jedoch am bisherigen Konzept festhalten.

Jede Ära geht einmal zu Ende: Hans Schulze-Osterfeld verkauft das „Anno Tubac“ in der Bonner Altstadt. Ab 1. Mai übernimmt der 43-jährige Andreas Gummersbach das Restaurant an der Kölnstraße 47. Bei der Rosenmontagsfeier gab Schulze-Osterfeld schweren Herzens seine Entscheidung bekannt. „Das war nach 28 Jahren meine letzte Karnevalsfeier.“

Schon vor zehn Jahren hatten Schulze-Osterfeld und seine Frau beschlossen, ein Jahr lang mit einem Camper durch Europa zu fahren. „Von Norwegen über Finnland geht es bis nach Griechenland“, sagt der 59-Jährige. Seit seinem 17. Lebensjahr habe er nie länger als vier Wochen am Stück Urlaub gehabt. „Ich habe mich jahrelang um alles gekümmert“, so Schulze-Osterfeld. „Ich will mich jetzt fühlen wie ein angehender Student“, sagt der Gastronom.

Neuer Betreiber selbst oft Gast im Anno

Der neue Besitzer wird das Anno in alter Tradition weiterführen. Der 43-Jährige hat bereits berufliche Erfahrung in der Gastronomie und hegte nach eigenen Angaben schon lange den Wunsch, einen eigenen Betrieb mit Tradition zu führen. „Ich bin selbst häufig Gast im Anno, das Konzept hat mir immer gut gefallen“, sagte Gummersbach dem GA am Dienstag. Als er dann gehört habe, dass das Anno verkauft werden soll, habe er das Angebot nicht ausschlagen können.

„Die Gäste brauchen sich aber keine Sorgen zu machen“, sagt Gummersbach. „Das Anno bleibt das Anno. Ich werde weder Konzept noch Personal ändern.“ Auch sämtliche Partys, wie an Karneval und Silvester, würden wie gewohnt stattfinden. „Nur der Betreiber wird sich ändern“, verspricht Gummersbach. Im Zuge von Umbauarbeiten bleibe das Anno in der ersten Maiwoche geschlossen, öffne dann aber wie gewohnt seine Pforten.

Wie es nach dem Jahr für Schulze-Osterfeld weitergeht, weiß er noch nicht. Klar ist, dass er weiterhin in der Gastronomie tätig sein möchte. Wie und wo, lässt er auf sich zukommen. „Vielleicht bekomme ich auch in Griechenland ein tolles Angebot und bleibe dort.“