Bauen mit Tricks: Am Frankenbad kocht die Volksseele

Bauen mit Tricks : Am Frankenbad kocht die Volksseele

Am Frankenbad kocht die Volksseele. Ein Investor will in den Innenblock des Karrées Adolfstraße, Bornheimer Straße und Hochstadenring einen Neubau setzen - obwohl der Bebauungsplan dort vorsieht, dass 40 Prozent Grünfläche bleiben sollen. Nach einer Änderung wären es nur noch 25 Prozent, wenn der Neubau stünde.

Inzwischen machen die Bürger der Stadt schwere Vorwürfe. Schon beim Bau des Hauses, in dem der Penny-Markt ist, sei gegen Baurecht verstoßen worden. Die von Politikern beschlossene Bürgerbeteiligung sei in Sitzungsprotokollen plötzlich nicht mehr aufgetaucht, die Einladung zur Bürgerversammlung erst kurzfristig - vier Tage vor dem Treffen - zugestellt worden. Das Protokoll davon sei vom Investor selbst erstellt worden. Und: "Mehrfache Versuche der Anwohner, dieses einzusehen, scheiterten."

Doch die Liste der Seltsamkeiten, wegen der die Nachbarn jetzt Bürgermeister Helmut Kollig um Hilfe baten, ist laut Kritiker noch länger. Sie glauben, dass im Hintergrund "getrickst" werde. "Dies ist kein offenes und transparentes Verfahren", so die Initiative, die 450 Unterschriften für ihr Ziel gesammelt hat.

Es lautet: "Die Altstadt verträgt keine weitere Wohnraumverdichtung." Nötig seien stattdessen Spielplätze, Freiräume sowie Luft und Licht. Der Ärger geht also weiter. Zumal die Bezirksvertretung in der cvergangenen Woche den Bürgerantrag auf Einstellung des Bauleitverfahrens mit Mehrheit ablehnte.

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