Seltenes Exemplar: Am Bonner Rheinufer schwimmt ein seltener schwarzer Schwan

Seltenes Exemplar : Am Bonner Rheinufer schwimmt ein seltener schwarzer Schwan

Sie sind schwarz wie die Nacht, selten und bedeuten rein mythologisch nichts Gutes. Jetzt wurde ein schwarzer Schwan am Rheinufer in Graurheindorf gesichtet.

Pechschwarzes Gefieder, roter Schnabel: Trotz seiner Eleganz wird dem schwarzen Schwan nichts Gutes nachgesagt. Unvorhersehbare Katastrophen und Ereignisse werden mit der Ankunft des schwarzen Schwans umschrieben. Kündigt er drohendes Unheil an? Ganz so schlimm wird es wohl nicht werden. Mit seinen weißen Artgenossen jedenfalls kommt er prima klar, solange er ihnen nicht zu nahe kommt. Hält er eine gewisse Distanz nicht ein, folgen Drohgebärden der anderen Schwäne. Spaziergänger sind fasziniert von dem Tier.

Seit Jahrtausenden ranken sich viele Mythen um das langhalsige, dunkle Federvieh. Zumeist soll es nichts Gutes bedeuten, wenn er in Erscheinung tritt. Dramatisch tritt seine Figur auch in dem US-amerikanischen Psychothriller "The Black Swan" in Erscheinung, in der Schauspielerin Natalie Portman in der Rolle einer Ballerina, die den schwarzen Schwan mimt, den Verstand verliert.

Erst vor zwei Wochen wurde ein solches Exemplar in Köln am Rodenkirchener Rheinufer gesichtet. Immerhin ohne gravierende Folgen. Fakt ist: In Deutschland sind schwarze Schwäne sehr selten. Trauerschwäne leben eigentlich in Australien und Neuseeland. Über seine Herkunft verrät der schwarze Schwan am Rhein jedenfalls nichts.

Große Popularität erlangte ein schwarzer Schwan vor neun Jahren bereits in Münster. Man sagte ihm eine Liason mit einem weißen Schwanen-Tretboot nach. Der Schwan tauchte 2006 auf dem Aasee auf, blieb dort bis 2009 und verschwand wieder. Wie lange der Trauerschwan in Graurheindorf seinen Aufenthalt geplant hat, bleibt vorerst offen.