Tannenbusch: Alkoholisierter Autofahrer erfasst orientierungslosen Senior

Tannenbusch : Alkoholisierter Autofahrer erfasst orientierungslosen Senior

Bei einem Verkehrsunfall in Tannenbusch ist am Montagabend ein Fußgänger von einem PKW erfasst und dabei schwer verletzt worden. Der Fahrer stand unter Alkoholeinfluss, der Senior war offenbar orientierungslos.

Ein 92 Jahre alter Fußgänger ist am Montagabend auf der Oppelner Straße von einem Auto angefahren und nach GA-Informationen lebensgefährlich verletzt worden. Am Steuer des Wagens saß laut Polizei ein 32-Jähriger, der – wie sich später herausstellte – alkoholisiert war. Möglicherweise hat einer der Beteiligten ein Rotlicht der Ampel missachtet.

Der Senior war bereits gegen 20 Uhr Uhr einem Passanten aufgefallen. Der rief die Polizei und meldete im Bereich der Oppelner Straße eine offenbar orientierungslose Person, die auf der Fahrbahn herumlief. Dabei handelte es sich offensichtlich um den 92-Jährigen. Nach bisherigen Erkenntnissen überquerte der Senior, der einen Gehstock benutzte, gegen 22.20 Uhr an der Fußgängerampel in Höhe der Einmündung Görlitzer Straße die Fahrbahn.

Der Pkw-Fahrer, der in Richtung Auerberg unterwegs war, erkannte dies offenbar zu spät und konnte einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern. Bei der Unfallaufnahme bemerkten die Polizeibeamten, dass der Atem des 32-Jährige nach Alkohol roch. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von knapp 1,0 Promille. Dem Mann wurde auf der Polizeiwache Innenstadt eine Blutprobe entnommen, das Auto und der Führerschein wurden sichergestellt.

Die Bonner Polizei hat weitere Ermittlungen eingeleitet. Neben der ungeklärten Schuldfrage beschäftigt sie sich auch mit der Frage, ob der Unfall durch das Entsenden eines Streifenwagens hätte verhindert werden können, erklärte Polizeisprecher Robert Scholten dem GA auf Anfrage. Die Leitstelle habe wegen „zu diesem Zeitpunkt nicht vorhandener Einsatzkräfte“ keine Beamten nach Tannenbusch geschickt, zumal der Anrufer gesagt habe, er käme alleine mit der Situation klar. Aus Sicht der Leitstelle habe deshalb keine akute Gefahr für den 92-Jährigen bestanden. Der Anrufer habe den Senior dann tatsächlich eine Weile begleitet und ihn – wie gewünscht – in einen Linienbus gesetzt. Eine gute Stunde später kam es dann zu dem Unfall.

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