Vorstand der Bonner SPD ist sich einig: Alice von Bülow soll OB-Kandidatin werden

Vorstand der Bonner SPD ist sich einig : Alice von Bülow soll OB-Kandidatin werden

Der Vorstand der Bonner SPD ist sich einig: Die 43-jährige Lissi (Alice) von Bülow soll als OB-Kandidatin ins Rennen gehen. Nun hat die Basis das letzte Wort.

Der Vorstand der Bonner SPD hat sich am Mittwoch einstimmig für Lissi (Alice) von Bülow als Kandidatin für das Oberbürgermeisteramt ausgesprochen. Wie die Partei mitteilte, will sie von Bülow den SPD-Mitgliedern bei öffentlichen Versammlungen am 28., 29. und 30. August sowie am 3. und 4. September vorstellen.

Letztlich soll die Basis bei einer Mitgliederversammlung am 13. September das letzte Wort haben, wer tatsächlich ins Rennen um den Posten des Verwaltungschefs bei der Kommunalwahl 2020 gehen wird. Bis dahin können sich weitere Kandidatinnen und Kandidaten melden.

Am Mittwochabend zeigte sich der Parteivorstand bei einem Treffen, zu dem die Presse eingeladen war, überzeugt davon, „eine geeignete Kandidatin gefunden zu haben“, wie Parteivorsitzender Gabriel Kunze sagte. Beisitzerin Isabell Lisberg-Haag befand: „Lissi von Bülow steht für eine neue Art der Kommunikation.“

Die 43-jährige Juristin von Bülow arbeitete als Unternehmensberaterin für eine Kanzlei, bevor sie 2016 Sozialdezernentin der Stadt Bornheim wurde. Von Bülow sagte, im Fall ihrer Wahl wolle sie „ein offenes Ohr für alle haben“. Die Verwaltungsführung habe die Aufgabe, auch über Parteibücher hinweg gute Lösungen für die Stadt zu finden.

„Wer gute Ideen hat, soll sie auch einbringen können, damit offen darüber diskutiert werden kann“, so die Mutter von drei Kindern, die mit ihrer Familie auf dem Venusberg lebt. Unter Oberbürgermeister Ashok Sridharan leide die Kommunikation mit Stadtgesellschaft und Opposition, so von Bülow. SPD-Fraktionschefin Angelika Esch sagte, es fänden derzeit kaum interfraktionelle Gespräche statt.

Stadtsprecherin Monika Hörig teilte dazu auf Anfrage mit: „Zu wichtigen Themen beruft der OB, wie auch schon in der Vergangenheit, eine Fraktionsvorsitzendenbesprechung ein. Regelmäßig wird der OB von den Fraktionen zu Gesprächen eingeladen, zum Teil auch fraktionsübergreifend, die er gerne wahrnimmt. Ihm sind Kommunikation und der Gedankenaustausch mit anderen sehr wichtig.“

Als wichtige Punkte nannte von Bülow den Wohnungsbau, den Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen und den Ausbau des Nahverkehrs. Bisher ist sie die einzige, namentlich bekannte Gegenkandidatin von Sridharan, der wieder antreten will. Grüne und FDP haben nach Parteiangaben noch nicht entschieden, ob sie mit eigenen Kandidaten antreten werden.

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