Hausbesetzung in Bonn: Aktivisten halten das Gebäude nach wie vor besetzt

Hausbesetzung in Bonn : Aktivisten halten das Gebäude nach wie vor besetzt

Die Aktivisten der Liz-Kampagne halten das Gebäude an der Rathausgasse 16 nach wie vor besetzt. Zurzeit ist keine Polizei mehr vor Ort. Polizeisprecherin Ruth Braun zufolge greift die Polizei auch nur ein, wenn Gefahr im Verzug ist.

Wenn der Eigentümer, die Signa-Holding, das Haus räumen lassen will, benötigt er eine einstweilige Verfügung durch das Gericht. Ob es dazu kommt, ist derzeit noch offen.

Seit Dienstagnachmittag halten zwei Aktivisten das leerstehende Haus an der Rathausgasse 16 besetzt. Etwa 40 Mitglieder der Kampagne für ein libertäres Zentrum in Bonn (LIZ) demonstrierten gestern gegen den Leerstand von Wohnungen im Viktoriakarree.

Einer der Sprecher der LIZ-Kampagne, ein 24-jähriger Student, der mit „Peter Zeisig“ angesprochen werden will, erklärte, mit dieser Aktion wolle man gegen die „aggressive Leerstandspolitik“ der Signa-Holding demonstrieren. Teilweise stünden die Wohnungen seit drei Jahren leer, sie sollen umgehend für Studenten, Flüchtlinge und einkommensschwache Familien zur Verfügung gestellt werden, forderte er.

Die Signa Holding, ein Unternehmen des österreichischen Karstadt-Eigentümers René Benko, hatte im Viktoriakarree mehrere Gebäude gekauft, um dort ein Einkaufszentrum und eine Bibliothek zu bauen. Den Verkauf der benötigten städtischen Grundstücke stoppte allerdings das Bürgerbegehren von Viva Viktoria, dem sich der Stadtrat anschloss. Mit einem Verfahren vor der Vergabekammer in Köln versucht Signa nun, die Stadt doch noch zum Verkauf zu zwingen.

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