Bonner auf dem Fahrrad: Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit" gestartet

Bonner auf dem Fahrrad : Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit" gestartet

Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ startet. An der Auftakt-Veranstaltung nehmen allerdings nur wenige teil. Veranstalter rechnen mit Zuwächsen.

6500 Kilometer im Jahr, 34 Kilometer pro Arbeitstag, legt Kai Santos seit 2014 mit dem Rad zurück. Von Swisttal fährt er zu seiner Arbeitsstelle im Uniklinikum Bonn (UKB) auf dem Venusberg. Körperlich topfit fühlt er sich seit dem Umstieg aufs Rad. Seit fünf Jahren nimmt er mit Kollegen an der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ teil. Das Klinikum ist Schirmherr der Aktion von ADFC, AOK Rheinland/Hamburg und der Stadt Bonn, die Mitarbeiter von Betrieben und Behörden sowie Studierende motivieren möchten, bis Ende August an mindestens 20 Tagen zur Arbeit zu radeln.

„Radfahren ist nicht nur das schnellste, sondern auch das effektivste Verkehrsmittel“, sagte Wolfgang Holzgreve, Ärztlicher Direktor und Vorstandschef am UKB, mit Verweis auf wissenschaftliche Studien. Wegen der schwierigen Verkehrsanbindung zum Venusberg bemüht man sich seit Jahren, die Bedingungen für Radfahrer zu verbessern.

„Wir unterstützen die Anschaffung von E-Bikes und fördern Fahrgemeinschaften. Außerdem stellen wir mehr Fahrradständer sowie Duschen zur Verfügung“, sagte Holzgreve. Entscheidend sei aber, dass man mit dem Antrag auf eine Seilbahn auf den Venusberg Erfolg habe. Damit könne noch einmal viel Verkehr von der Straße verlagert werden. Hier und in vielen anderen Punkten sei die Stadt gefordert, sagte Gabriele Heix vom ADFC. Wenn in drei Jahren die Bauarbeiten am Tausendfüßler beginnen, sei das Verkehrschaos programmiert.

Beim Auftaktkorso auf den Venusberg machten am Freitag nur wenige Radfahrer mit. Erfahrungsgemäß steigt aber die Zahl der Teilnehmer im Verlauf der Aktion noch deutlich an, so Maria Steels, Regionaldirektorin der AOK. Wer bis Ende August die 20-Tage-Marke knackt, kann bei einer Verlosung Reisen und Zubehör für das Rad gewinnen. Anmelden können sich Gruppen mit bis zu vier Teilnehmern oder Einzelpersonen.

Kai Santos radelt mit seinen Kollegen aus der IT. Er nimmt wahr, dass sich am Klinikum ein richtiges Netzwerk an Radfahrern bildet. „Oft kommen andere auf mich zu, erkundigen sich nach Wegen und stellen Fragen. Das motiviert auch mich, noch öfter auf das Rad zu steigen“, so Santos.

Weitere Infos und Anmeldung auf www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de

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