Stadt räumt Verzögerungen bis 2022 ein

Was der GA schon am Samstag berichtet hat, bestätigt nun auch die Stadtverwaltung: Die Sanierung der Beethovenhalle ist frühestens 2022 abgeschlossen, ließ Stadtdirektor Wolfgang Fuchs am Donnerstag über das Presseamt erklären. Hintergrund sei, dass zwei Firmen zum Jahreswechsel ihre Aufträge für Elektro-, Heizungs-, Kälte- und Raumlufttechnik gekündigt haben. Allein die Notwendigkeit, ganze Gewerke neu ausschreiben zu müssen, führe zu monatelanger Verzögerung. In der Folge würden sich „nahezu alle Gewerke des Innenausbaus“ verzögern.

Die Stadt geht von einer weiteren Kostensteigerung in unbekannter Höhe aus. Allein die jährliche Baukostensteigerung für Aufträge, die noch erteilt werden müssen, liege bei 6,5 Prozent. Vor einem Jahr hatte die Stadt schon Aufträge für rund 50 Millionen Euro vergeben. Wie viel jetzt noch ausstehe, werde ermittelt, teilte Stadtsprecherin Monika Hörig mit. Zusätzlich sei zum Beispiel mit Materialpreissteigerungen, höheren Personalkosten und Forderungen der Planer und Berater für „Leistungswiederholungen infolge von Kündigungen“ zu rechnen. Die Stadt selbst prüft wie berichtet, ob sie den Objektplaner kündigt und einen Neustart versucht. Dazu äußerte sich das Presseamt nicht.