Traditionen in der Festzeit

Weihnachtsbräuche im Rheinland und im Rest der Welt

Bräuche in Deutschland

Adventskranz

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Seit dem 19. Jahrhundert gibt es den Brauch des Adventskranzes. Vier Kerzen schmücken einen Kranz aus Tannenzweigen oder anderen Materialien. An jedem Adventssonntag wird eine weitere Kerze angezündet, so dass in diesem Jahr Heiligabend alle Kerzen brennen.

Für die Adventssonntage entwickelte sich im 19. Jahrhundert der Brauch des Adventskranzes.

Für die Adventssonntage entwickelte sich im 19. Jahrhundert der Brauch des Adventskranzes.

Volkskundlerin Dagmar Hänel erklärt: "Im "Rauhen Haus", einer Einrichtung für schwer erziehbare Jugendliche in Hamburg, dachte der damalige Leiter, der evangelische Theologe Johann Heinrich Wichern, über ein Ritual zur Adventszeit nach. Es sollte die Wartezeit deutlich machen, aber auch etwas von der Weihnachtsbotschaft vermitteln. Er baute einen großen Kranz mit 24 Kerzen, jeden Morgen wurde beim gemeinsamen Morgengebet eine zusätzliche Kerze entzündet. Für die Werktage stellte er kleine rote, für die vier Sonntage dicke weiße Kerzen auf."

Der Weihnachtsbaum

Weihnachtsbaum schmücken

Alle Jahre wieder: Das Schmücken des Weihnachtsbaumes.

 

Das Schmücken des Tannenbaums symbolisiert für viele Familien die finale Einstimmung auf den Heiligabend. Der Weihnachtsbaum entstammt dabei dem kirchlichen Paradiesspiel des Mittelalters. Seit dem 16. Jahrhundert wanderte er aus den Kirchen als Gaben tragender Baum zuerst in die adeligen Weihnachtsfeiern und im Laufe des 19. Jahrhunderts in die Familien in ganz Deutschland. Früher hießen die Weihnachtsbäume auch Zucker- oder Essbäume - der essbare Schmuck wie Nüsse und Lebkuchen wurde seit dem 16. Jahrhundert nach Weihnachten geplündert.