Namensänderung, aber kein Kurswechsel

Von der AfD- zur AfB-Fraktion

Von der AfD zur AfB: "Allianz für Bonn" heißt es ab sofort.

BONN. Von der AfD zur AfB: "Allianz für Bonn" heißt ab sofort die ehemalige Fraktion der Partei "Alternative für Deutschland" (AfD). Das beschlossen die Mandatsträger nach Angaben von Fraktionschef Hans-Friedrich Rosendahl am Montagabend.

Inzwischen seien alle drei Mitglieder der Ratsfraktion und die beiden Bezirksverordneten aus Bonn und Beuel, Elisabeth Struwe und Reinhard F. Schulz, aus der AfD ausgetreten, sagte Rosendahl am Dienstag.

Wie berichtet, hat der interne Machtkampf der AfD auf Bundesebene und der Austritt des Parteigründers Bernd Lucke zahlreiche Mitglieder bewogen, ihre Parteibücher zurückzugeben. Laut Rosendahl will keiner der Bonner Mandatsträger in die von Lucke neu gegründete "Allianz für Fortschritt und Aufbruch" (ALFA) eintreten. "Bei uns gibt es aber keinen Kurswechsel. Wir betreiben weiter eine sachlich, kritische Politik und bemühen uns um vernünftige und realitätsnahe Lösungen ohne Schönreden von Problemen."

Die Fraktionskollegen - neben Rosendahl sind das Hans-Ulrich Lang, der einst für den Bürgerbund Bonn im Rat saß, und Wilfried Bachem - wollten wie die beiden Bezirksverordneten künftig parteiunabhängig Politik machen. "Wir streben zurzeit auch keine Wählergemeinschaft an", sagte Rosendahl mit Blick darauf, dass die nächste Kommunalwahl erst 2020 terminiert ist. Politisch sieht er seine AfB-Fraktion "zwischen CDU und Bürgerbund". Allerdings orientiere man sich nach Sachthemen. "Wir haben ja zum Beispiel beim Nordfeld mit den Linken gegen den Verkauf gestimmt."

Auf die Frage, ob die AfB-Fraktion sich bei den Oberbürgermeister-Kandidaten positionieren werde, gab Rosendahl keine konkrete Antwort. Entscheidend für sein Team sei, wer von den OB-Kandidaten vor allem die Wirtschaftskraft Bonns fördern wolle.