Waldau in Bonn

Stadt stellt Nutzungsordnung für das Haus der Natur vor

Das neue Haus der Natur: Die Fachwerkfassade wurde wegen der Bauphysik mit Holz verschalt.

Das neue Haus der Natur: Die Fachwerkfassade wurde wegen der Bauphysik mit Holz verschalt.

Venusberg. Die Stadt stellt die Nutzungsordnung für das Haus der Natur auf der Waldau und die Öffnungszeiten vor. Am 30. Juni werden dort zum ersten Mal die Türen aufgeschlossen.

Es dauert nun nicht mehr lange bis zur Eröffnung des Hauses der Natur auf der Waldau am Sonntag, 30. Juni. „Vorgestellt wird dann unter anderem die Dauerausstellung zum Thema Großstadtwald.

Die Schau hat direkten Bezug zur Umgebung, nämlich dem Kottenforst. Wir verstehen sie als Waldöffner, denn die Ausstellung soll neugierig darauf machen, was im Wald vor der Haustür passiert“, erläutert die Leiterin des Hauses der Natur, Frauke Ganswind. Zweite Leiterin ist Heike Hückesfeld. Beide Frauen wurden 2018 von der Stadt eingestellt, um die Eröffnung und das weitere Programm der Umweltbildungseinrichtung vorzubereiten.

Damit das Haus von Anfang an auch ausreichend genutzt werden kann, hat die Stadt nun eine Nutzungs-, Entgelt- und Honorarordnung angefertigt, die der Stadtrat so akzeptiert hat. Demnach stehen nun auch die Öffnungszeiten des Umweltbildungszentrums fest, das mit seiner Holzfassade ein Blickfang ist. Wie berichtet, haben Umbau und Sanierung 1,8 statt der veranschlagten 1,4 Millionen Euro gekostet, was laut Stadt unter anderem an gestiegenen Preisen bei den Handwerkern gelegen habe.

Die regulären Öffnungszeiten des Hauses der Natur sind von April bis Oktober immer Mittwoch bis Freitag von 10 bis 17 Uhr, Samstag/Sonntag und Feiertage von 10 bis 18 Uhr. Von November bis März ist immer von Mittwoch bis Sonntag sowie an Feiertagen von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt zu der Wechsel- und Dauerausstellung ist kostenlos.

Im Haus befinden sich auch ein kleiner Seminarraum und ein Multifunktionsraum, die vermietet werden, sofern das hauseigene Team sie nicht nutzt. Voraussetzung ist laut Stadt aber, dass die Privatveranstaltungen sich mit Bildung für nachhaltige Entwicklung des Naturschutzes oder auch der Nachhaltigkeit überhaupt beschäftigen.

Der Seminarraum mit 36 Quadratmetern für maximal 20 Personen soll dann für die ersten drei Stunden 75 Euro kosten, für den ganzen Tag 150 Euro. Der andere Raum, 110 Quadratmeter groß und für 50 Personen, ist für 225/450 Euro mietbar. WLAN, Rednerpult und Vortragsbestuhlung sind dabei inklusive, so der Entwurf der Nutzungsordnung.

Städtische Dienststellen müssen nichts zahlen, gemeinnützige Bonner Organisationen sollen eine Ermäßigung erhalten. Gegen Gebühr sind dann auch noch Monitor, Beamer, Pinnwand, Flipchart und ein Moderationskoffer zu haben.

Das Umweltbildungsprogramm des Hauses der Natur umfasst zum einen Standardworkshops für Kindergärten und Schulen und zum anderen offene Veranstaltungen im Rahmen des Jahresprogramms. Für Bonner Kindergartengruppen, Schulklassen und soziale Einrichtungen soll dieses Angebot kostenlos sein. Die Stadt hofft, mit den Teilnahmegebühren die Kosten zur Hälfte decken zu können.

Personelle Unterstützung erhält das Haus der Natur mit 39 Stunden pro Woche durch den Landesbetrieb Wald und Holz NRW. Ziel des pädagogischen Programms ist die Schaffung eines außerschulischen Lernorts mit Fokus auf den Erlebnisraum Wald und die Auseinandersetzung mit komplexen Themen wie den Klimawandel und seine Folgen. Den beiden Leiterinnen Heike Hückesfeld und Frauke Ganswind ist wichtig, die Neugierde der Kinder zu wecken und ihren Bezug zur Natur zu stärken.

Ein weiterer Termin steht schon fest: Am 22. September feiert der Naturpark Rheinland 60-jähriges Bestehen im und rund um das Haus der Natur.