500.000 Euro

Stadt Bonn verteidigt Kampagne für Beethoven

Beethoven-Büste im Innenhof des Bonner Beethoven-Hauses.

Beethoven-Büste im Innenhof des Bonner Beethoven-Hauses.

Bonn. Die Stadt verteidigt ihre Beethoven-Kampagne und reagiert auf eine repräsentative Umfrage, die die sozialliberale Ratsfraktion in Auftrag gegeben hatte. Ergebnis: Nur 2,6 Prozent der Deutschen kennen Bonn als die Geburtsstadt des Komponisten.

Die Stadtverwaltung verteidigt ihre Beethoven-Kampagne. „Dass nur ein einstelliger Prozentsatz von Menschen in Deutschland Bonn mit Beethoven verbindet, ist der Verwaltung aus einer eigenen Erhebung von 2017 bekannt“, erklärte Stadtsprecherin Monika Hörig. Sie reagierte auf eine repräsentative Umfrage, die von der sozialliberalen Ratsfraktion in Auftrag gegeben worden war.

Demnach kennen nur 2,6 Prozent der Deutschen Bonn als die Geburtsstadt des Komponisten. Das Institut Kantar TNS habe im Dezember 2018 bundesweit rund 1000 Menschen befragt, so die Sozialliberalen. Frühere Umfragen hätten ähnliche Resultate ergeben.

„Die Stadt setzt auf die Strahlkraft des Namens Beethoven und will ihn stärker mit Bonn verbinden“, sagte Hörig. Die Kommune verfolge das Ziel, über die Kampagne die sonstigen Facetten der Stadt mitzutransportieren. „Wie er steht auch Bonn für Internationalität, Emanzipation und Innovation. Bonn als Stadt der internationalen Kompetenz, des Grundgesetzes und der Wissenschaft werden also transportiert, um nur drei Beispiele zu nennen.“

Für die Plakatkampagne „Bonn ist Beethoven. Weil….“, mit der eine Agentur beauftragt worden war, standen laut Presseamt von 2017 bis 2019 insgesamt 500.000 Euro zur Verfügung. Die Stadt feiert im kommenden Jahr gemeinsam mit der Region den 250. Geburtstag Beethovens. Das Festprogramm beginnt im Dezember.