Mäuseplage im Stadthaus

Stadt Bonn stellt vorerst keinen Kater ein

Erst spielt die Katze mit der Maus, doch meist endet das Katz-und-Maus-Spiel für den kleinen Nager tödlich.

Symbolfoto.

22.03.2019 BONN. Bei der Bekämpfung der Mäuseplage im Bonner Stadthaus wird vorerst kein Kater helfen. Die Fraktion "Die Sozialliberalen" hatte das Kater-Engagement gefordert. Am Donnerstag entschied im Hauptausschuss der Rat.

Die in einem städtischen Gebäude von Mäusen heimgesuchte Stadt Bonn muss ihr Nager-Problem ohne die Hilfe einer Katze lösen. Der Antrag auf Anschaffung eines „Amtskaters“ zur Mäusejagd wurde am Donnerstagabend im Hauptausschuss des Rats abgelehnt, wie eine Sprecherin mitteilte. Damit sei das Thema vom Tisch.

Die kleine Fraktion „Die Sozialliberalen“ hatte wegen einer Mäuseplage im Bonner Stadthaus das Kater-Engagement gefordert und unter anderem mit den guten Erfahrungen in Großbritannien argumentiert. Dort gibt es in Kater Larry einen obersten Mäusejäger in der Amtswohnung von Premierministerin Theresa May.

Die Verwaltung stand der pelzigen Unterstützung jedoch schon vor der Ausschusssitzung ablehnend gegenüber. Kater hinterließen bei der Jagd in der Regel Überreste der Mäuse, die man entsorgen müsse, hieß es in einer Stellungnahme. Ihr Einsatz sei nur in Wohnbereichen sinnvoll - nicht in Großraumbüros. Hinzu komme, dass Katzenklappen in Brandschutztüren montieren werden müssten. (dpa)