Aus gesundheitlichen Gründen

Pächter des Rheinpavillons in Bonn gibt auf

Bonn. Das Traditionslokal am Bonner Rheinufer bleibt ab Dienstag geschlossen. Die Verhandlungen mit der Stadt Bonn darüber, was nun mit dem Gebäude passiert, laufen.

Der Rheinpavillon ist eines der markantesten Gebäude am Bonner Rheinufer. Am Ostermontag haben Spaziergänger und Fahrradfahrer ein letztes Mal im Biergarten oder in der Gaststätte des Pavillons die Aussicht auf den Strom genossen. Pächter Arno Heppenheimer hat den Betrieb nach 30 Jahren geschlossen. „Ich habe mich aus gesundheitlichen Gründen dazu entschieden“, erklärte der 51-Jährige dem General-Anzeiger.

Das Saisongeschäft sei sehr anstrengend und es habe ihm viel abverlangt. Hinzu seien Probleme mit dem Personal gekommen. „Es ist immer schwieriger geworden, geeignete Leute zu finden“, sagte Heppenheimer. Zuletzt habe ihn sogar seine 80-jährige Mutter unterstützt, weil es immer wieder personelle Engpässe gegeben habe.

Der Pavillon steht unter Denkmalschutz und gehört der Stadt. Heppenheimers Vater Willi hatte ihn 1947 auf städtischem Grund und Boden errichtet. Er hatte zuvor einen Nutzungsvertrag mit der Stadt abgeschlossen, der über 25 Jahre ging. Als die Stadt ihr Grundstück zurückforderte, blieb der Familie nichts anderes übrig, als das Areal samt dem in Eigenregie errichteten Pavillon zurückzugeben und den Betrieb als Pächter fortzuführen. 1996 übernahm Sohn Arno das Restaurant. Wie geht es nun weiter?

Heppenheimer erklärte, er stehe mit der Stadt zwecks Pachtübergabe in Verhandlungen. „Ich glaube nicht, dass der Rheinpavillon lange geschlossen bleibt“, sagte er. Denn ein vergleichbares Gastronomieangebot ist am Rheinufer bis zur Rheinaue nicht zu finden.