Differenzen bei Führungsfragen

Kanzlerin der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg abgewählt

Michaela Schuhmann ist nicht länger Kanzlerin der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.

Michaela Schuhmann ist nicht länger Kanzlerin der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.

Sankt Augustin. Michaela Schuhmann ist nicht länger Kanzlerin der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (HBRS). Wie die Hochschule mitteilte, wurde Schuhmann am Donnerstag von der Hochschulwahlversammlung abgewählt.

Hintergrund sei "eine zunehmend divergierende Vorstellung zwischen Kanzlerin und den übrigen Mitgliedern der Hochschulleitung über Führungsfragen, insbesondere in der Verwaltung", so die Pressestelle. Der Schritt sei eingehend geprüft und mit dem NRW-Wissenschaftsministerium abgestimmt worden. Es ist die erste Abwahl eines Präsidiumsmitglieds an der HBRS. Näher wollte sich die Hochschule zu den Gründen nicht äußern.

Schuhmann war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Nach Informationen des General-Anzeigers habe es im Miteinander an der Dialogbereitschaft gehapert. Außerdem habe die abgewählte Kanzlerin aufgabenfremde Berater auf Kosten der Hochschule beschäftigt. Die Aufgaben der Kanzlerin übernimmt bis auf Weiteres ihre Stellvertreterin Barbara Schubert.

Schuhmann war seit Dezember 2013 Kanzlerin der Hochschule und ursprünglich für sechs Jahre bestellt. Neben Präsident Hartmut Ihne sowie den Vizepräsidenten Margit Geißler, Iris Groß und Jürgen Bode gehörte sie dem Präsidium an. Sie war in erster Linie zuständig für die Verwaltung und damit für die Finanzen der Hochschule mit ihren Standorten in Sankt Augustin, Rheinbach und Hennef.

Bevor sie an die Hochschule wechselte, war die Fränkin Schuhmann in verschiedenen Funktionen bei der Stadtverwaltung Nürnberg tätig.