Baden mit strenggläubigen Muslima

FDP und Grüne für Frauenschwimmen in Bonn

Eine muslimische Schülerin sitzt am Rande des Schwimmbeckens.

Eine muslimische Schülerin sitzt am Rande des Schwimmbeckens.

Bonn. Die sportpolitischen Sprecher von FDP und Grünen in Bonn sprechen sich für geschlechtergetrenntes Schwimmen im neuen Schwimmbad Wasserland aus.

In einer gemeinsamen Erklärung sprechen sie sich für das umstrittene Angebot aus, um „das Bad für alle Bevölkerungskreise attraktiv zu machen“. Ihr Argument: „Frauenschwimmen ist keine neue Erfindung, sondern gibt es im Frankenbad bereits seit Langem.“

Nicht nur muslimische, sondern auch christliche und atheistische Frauen, aber auch manche Senioren und Menschen mit Körperbehinderungen wollten nicht unbedingt „auf dem Präsentierteller“ etwa beim Schwimmenlernen beobachtet werden. „Einschränkungen der Freiheitsrechte durch Bevormundung lehnen wir entschieden ab.

Auf der anderen Seite fordern wir allerdings eine differenzierte Sichtweise“, erklären Beu und Bräuer. Den politischen Disput, inwieweit die Option bislang öffentlich diskutiert wurde, erweitern sie um den Hinweis auf das Beteiligungsverfahren: Dort sei das Thema besprochen worden.