Ausstattung mit LED-Technik

Deutsches Museum in anderem Licht

Stephan Boehme und Andrea Niehaus, die eine der neuen LED-Leuchten in der Hand hält.

Stephan Boehme und Andrea Niehaus, die eine der neuen LED-Leuchten in der Hand hält.

Bonn. „Und sie sehen auch noch richtig geil aus“, sagte am Dienstag Andrea Niehaus und meinte damit die neuen LED-Leuchten im Deutschen Museum. Track Lights werden die Leuchten genannt, die das Unternehmen LEDexchange aus Rheinbreitbach dem vom Aus bedrohten Museums spendiert hat.

Die Leuchten lassen sich durch Einklicken in das bestehende Schienensystem des Hauses integrieren. Und sie verbrauchen weniger Strom, erläuterte Firmen-Geschäftsführer Stephan Boehme.

Durch den Austausch rechnet das Museum mit einer deutlichen Reduzierung der Stromkosten: Hochgerechnet auf die durchschnittliche Lebensdauer der ausgetauschten Leuchtmittel rechne man mit einer Ersparnis von 21.000 Euro im Jahr. „Da LED deutlich weniger wartungsintensiv sind und viel seltener ausgetauscht werden müssen kommen dazu noch weitere Einsparungen bei den Betriebskosten“, sagte Museumschefin Niehaus. Auch die Klimaanlage könne in der Kühllast deutlich reduziert werden, weil LEDs kaum Wärme produzieren.

Sparpotenzial von bis zu 36.000 Euro

So könnten im Jahr bis zu 36.000 Euro gespart werden, die die vorhandene Finanzierungslücke zum Erhalt des Museums spürbar verkleinerten, erklärten Niehaus und Boehme. 70 Prozent der alten Leuchten sind schon ausgetauscht – bei den restlichen 30 Prozent wird der Austausch mit etwas mehr Aufwand verbunden sein.

Die Direktorin sieht ihr durch die Streichung des städtischen Zuschusses bedrohtes Haus durch das Geschenk ein bisschen weniger gefährdet: „Das ist wie Ostern und Weihnachten an einem Tag: Durch die zu erwartende Kostenersparnis wird der Erhalt des Standorts Bonn für alle Beteiligten leichter gemacht.“ Man werde nicht nur nachhaltig die Energiekosten senken, sondern auch neueste Technologie aus der Region ausstellen und sich über helleres Licht freuen.