Kritik an US-Klimapolitik

Demonstranten protestieren gegen Trump-Delegation

Bonn. Minuntenlanger Protest hat eine Veranstaltung der US-Delegation auf dem Klimagipfel in Bonn unterbrochen. Auch US-Gouverneure schossen scharf gegen Präsident Donald Trump.

Rund 50 Demonstranten erhoben sich während des Vortrags und forderten singend, Kohle, Öl und Gas im Boden zu lassen. Anschließend verließen sie den Raum und schlossen sich einer Gruppe von Demonstranten an, die lautstark vor dem Konferenzraum protestierten.

Die US-Delegation hatte in ihrem Vortrag für die weitere Nutzung von Kohle und Atomkraft geworben. Vor der Veranstaltung hatten sich die US-Gouverneure Kate Brown aus Oregon und Jay Inslee aus Washington gegen die Klimapolitik von US-Präsident Donald Trump gewandt. "Trump kann gegen unsere Anstrengungen twittern, bis ihm die Finger abfallen - er wird uns nicht stoppen", sagte Inslee.

Die beiden gehören einer Allianz amerikanischer Staaten an, die die Klimapolitik von Ex-Präsident Barack Obama fortführen wollen. Trumps Berater für Umweltthemen David Banks sagte, es sei naiv, auf fossile Energie zu verzichten. Der Klimawandel könne nur dann gestoppt werden, wenn die Welt die Nutzung von Öl, Kohle, Erdgas und Atomkraft sauberer und effizienter mache.