Neues Café?

Das verändert sich in der Bonner City

Der Neubau an der Fürstenstraße ist fertig. Dort stand einst das Haus, in dem Friedrich Schillers Frau Charlotte wohnte. Eine Plakette, links im Bild, erinnert an ihren Besuch.

Der Neubau an der Fürstenstraße ist fertig. Dort stand einst das Haus, in dem Friedrich Schillers Frau Charlotte wohnte. Eine Plakette, links im Bild, erinnert an ihren Besuch.

Bonn. Neues aus dem Bonner Zentrum: Ein Geschäft für Barfußschuhe eröffnet, und auch in der Fürstenstraße tut sich einiges. Im ehemaligen Tonger baut die Hans-Riegel-Stiftung den Laden zurück.

Es sind Ferien, und viele nutzen ihre freie Zeit auch gerne für einen ausgiebigen Stadtbummel. Bei gutem Wetter wie an diesem Wochenende ist die Fußgängerzone der Bonner City samt den Außenterrassen der Cafés und Restaurants meistens gut gefüllt. Zudem gibt es wieder einige Neueröffnungen zu vermelden.

Nur kurze Zeit war der einstige Laden von „Bärenland“ in der Acherstraße verwaist, bis sich dort jetzt ein neues Geschäft der besonderen Art angesiedelt hat. Ab diesem Samstag, 10 Uhr, hat „leguano“ dort offiziell eröffnet. Verkauft werden sogenannte Barfußschuhe. Die Firma stellt nach eigenen Angaben seit 2009 diese Schuhe her, die das Gefühl des Barfußlaufens erlebbar machen sollen.

Handtaschen im früheren Haus der Blumen

Neu in der Bonner Innenstadt ist auch der Handtaschenladen der Trendmarke „O bag“, der sein Geschäft demnächst in der Wenzelgasse eröffnen wird. In das ehemalige Haus der Blumen in der Friedrichstraße, das Ende Mai geschlossen hat, soll ein Geschäft für Naturschwämme und -kosmetika einziehen.

Bewegung kommt offensichtlich auch in die seit Langem leerstehenden Ladenlokale an der Ecke Am Hof/Fürstenstraße, wo einst das Café Goldbraun zu Hause war. Dort soll nach Angaben des Eigentümers eine Mischung aus Geschäften und Gastronomie angesiedelt werden. Details will er erst nach Vertragsabschluss nach den Sommerferien bekannt geben.

Immer noch offen ist, was aus dem einstigen Bonner Kaffeehaus am Remigiusplatz wird. Dort war nach der Schließung des Traditionscafés seit 2012 Zara Home, eine Filiale für Wohnaccessoires, untergebracht. Quasi über Nacht schloss die Filiale Anfang des Jahres. Ein Eingeweihter berichtete dem GA, die Café-Kette „Extrablatt“ sei als neuer Nutzer im Gespräch. In der Geschäftsführung von „Extrablatt“ weiß man davon allerdings nichts. „Wir haben uns einen anderen Standort in der Bonner Innenstadt angesehen, der kam jedoch nicht in Frage“, hieß es aus dem Unternehmen. Da man aber auf jeden Fall weiterhin Interesse an Bonn habe, überlege man jetzt, mit dem Eigentümer des einstigen Kaffeehauses am Remigiusplatz in Kontakt zu treten.

Haus von Blömer in der Fürstenstraße fertig

Seit einigen Wochen ist der Brillenfilialist „Fielmann“ in dem ehemaligen Carthaus-Geschäftshaus an der Ecke Remigiusstraße/ Mauspfad zu finden. In dem Ladenlokal am Markt, wo Fielmann zuvor seinen Standort hatte, will ab August die Einrichtungs- und Dekorationskette „Nanu-Nana“ ihre Waren anbieten.

Bei zwei Betrieben – dem Gasthaus „Zum Gequetschten“ an der Sternstraße und dem ehemaligen Musikhandel „Tonger“ an der Acherstraße – hüllen sich die Eigentümer hinsichtlich der künftigen Nutzung nach wie vor in Schweigen. „Wir starten nächste Woche den Rückbau des Ladenlokals“, sagte Marco Alfter von der Hans-Riegel-Stiftung, in deren Besitz sich das einstige Tonger-Haus befindet. Beim Gequetschten, dessen Pächterin zum Jahresende aufhören will, gibt es möglicherweise doch weiterhin eine gastronomische Nutzung.

Fertiggestellt ist inzwischen das neue Wohn- und Geschäftshaus der Immobilienfirma Blömer an der Fürstenstraße zwischen dem einstigen Bouvier und dem Einrichtungshaus „Flamant“. In Parterre und im ersten Stock wartet ein Ladenlokal auf einen Mieter, darüber sind Wohnungen. Eine Plakette an der Fassade weist daraufhin, dass in einem vorherigen Gebäude an dieser Stelle Charlotte Schiller, Friedrich Schillers Ehefrau, gewohnt hat. Sie war einst nach Bonn gekommen, wo sie bei dem bekannten Augenarzt Walther Linderung eines jahrelangen Augenleidens suchte. Sie starb 1826 und ruht mit ihrem Sohn Ernst auf dem Alten Friedhof.