Pannen-Baustelle in Bonn

Beethovenhalle kostet bis zu 166 Millionen Euro

So sieht es momentan auf der Baustelle der Beethovenhalle aus.

Die Kostenprognose für die Sanierung der Beethovenhalle ist erneut gestiegen.

Bonn. Bei der Sanierung der Bonner Beethovenhalle droht eine weitere Kostenexplosion. Wann das Baudenkmal endgültig fertig sein wird, ist weiterhin unklar.

Die Sanierung der denkmalgeschützten Beethovenhalle kostet nach Angaben der Stadtverwaltung bis zu 166 Millionen Euro. Dieses „Worst-Case-Szenario“ hätten die beauftragten Architekten und der externe Projektsteuerer Drees & Sommer ermittelt, teilte das städtische Presseamt am Freitag mit. Bei Sanierungsbeginn vor zweieinhalb Jahren hatte die Kostenprognose noch bei 61,5 Millionen Euro gelegen.

Um den weitgehenden Stillstand auf der Baustelle zu beenden, soll der umstrittene Objektplaner Nieto Sobejano Arquitectos einen neuen Nachunternehmer für die Bauleitung vor Ort beauftragen. Außerdem heuert die Verwaltung auf Drängen der Ratskoalition aus CDU, Grünen und FDP ein weiteres Ingenieurbüro an – als Schnittstelle zwischen Stadt, Projektsteuerer, Architekten und Fachplanern. „Es soll sich einen intensiven Überblick über die Baustelle verschaffen, mögliche Schwachstellen identifizieren und Lösungsvorschläge unterbreiten, die in einer umfassenden Projektanalyse münden werden, den das Büro der Stadt Ende des Jahres vorlegen wird“, schreibt das Presseamt.

Wann die Beethovenhalle fertig wird, könne derzeit nicht genau gesagt werden. Nach vorläufiger Einschätzung des Projektsteuerers sei mit der Fertigstellung nicht vor Mitte 2022 zu rechnen. Damit wäre vor allem das Beethovenfest auch im Jahr 2021, möglicherweise sogar noch 2022 massiv betroffen.

Mehr zur Sanierung der Beethovenhalle gibt es in unserem Dossier.