Benefiz-Baumpflanzaktion: 500 neue Buchen für den Bonner Wald

Benefiz-Baumpflanzaktion : 500 neue Buchen für den Bonner Wald

Bei der Benefiz-Baumpflanzaktion des Bonner Spendenparlaments machen 100 Waldbesucher mit. Dabei verschwinden auch einige Trampelpfade.

Auf der Liste der drei Dinge, die ein Mann in seinem Leben getan haben sollte, können Ben (6) und Mats (fast 2) eins schon mal abhaken: Sie haben am Samstag Bäume gepflanzt. Das mit dem Nachwuchs und dem Haus bauen kommt später dran. Die Jungs waren zu Gast beim Bonner Spendenparlament, das anlässlich seines zehnjährigen Bestehens 500 kleine Buchen bereitstellte, die die Bonner im Spendenwäldchen an der Waldau in den Boden setzen konnten. Mehr als 100 Besucher, die meisten Parlamentarier, kamen – darunter auch Familie Schmickler mit Ben und Mats.

Die setzten fünf Bäumchen: je eins für sich selbst, dann für die Eltern Miriam und Daniel sowie den Opa, der nicht dabei sein konnte. Das machten sie vor allem um der Spende Willen: Ein Baum kostete 5 Euro. „Und ein Baum ist neues Leben“, sagte Miriam Schmickler. „Man sieht es heranwachsen.“ Die Bonner Familie will nun oft auf den Venusberg kommen und nach ihren Bäumen schauen.

Die sollen den Wald verdichten und aus dem bislang reinen Roteichenwald einen Mischwald machen, in dem die Buchen künftig 80 Prozent ausmachen, so Stadtförster Sebastian Korintenberg. Er achtete darauf, dass die Bäume richtig gepflanzt wurden: nicht zu nah an bestehenden und ausreichend tief in der Erde. So sollen auch einige Trampelpfade von angrenzenden Gartentoren zum Waldweg verschwinden, weshalb es auch explizit erlaubt war, mitten auf diese Pfade zu pflanzen.

Gesine Haller hatte sich für ihre Bäume Standorte weit abseits der Wege gesucht. Sie und ihre Kinder Julia (4) und Paul (6) hatten zehn Bäume vorab reserviert. „Wir pflanzen die auch als Erinnerung für die ganze Familie“, sagte Haller.

Die Idee dazu hatte ihr Vater, früher Vorsitzender und heute Ehrenvorsitzender des Bonner Spendenparlaments. Die meisten Bäume hatte Holger Schwan bestellt: Der Chef der Firma Projektservice Schwan, schon lange ein Unterstützer des Parlaments, setzte eine Buche für jeden seiner 45 Angestellten.

Bernwart Müller nahm fünf Bäume für seine vier Kinder und die jüngste Enkelin, die am Samstag Geburtstag hatte. Er sei noch nicht so lange in Bonn. „Mich hat die Idee des Bonner Spendenparlaments interessiert.“ Dessen zweiter Vorsitzender Wolfram Schmuck betonte, man wolle im zehnten Jahr etwas für Nachhaltigkeit tun, sowohl beim Parlament als auch für die Verbesserungen der Lebensbedingungen in Bonn.

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