Extinction Rebellion: 40 Teilnehmer bei Klimaprotest in Bonn

Extinction Rebellion : 40 Teilnehmer bei Klimaprotest in Bonn

Die Bonner Ortsgruppe der Klimaprotestbewegung Extinction Rebellion ist in Trauer durch die Bonner Innenstadt gezogen. Die Teilnehmer trugen symbolisch den Amazonas-Regenwald mit seiner Artenvielfalt zu Grabe.

Ein Trauerzug ist am Freitagnachmittag durch die Bonner Innenstadt gezogen. Die Bonner Ortsgruppe der Klimaprotestbewegung Extinction Rebellion trug symbolisch den Amazonas-Regenwald mit seiner Artenvielfalt zu Grabe. Mit kunstvollen Plakaten, Flaggen, Grablichtern und einem Holzsarg mit Globus sollte auf die katastrophalen Folgen der Regenwaldvernichtung aufmerksam gemacht werden.

„Viele von uns waren auch Anfang Oktober bei einer Protestwoche in Berlin dabei, daher ist es nicht einfach, jetzt alle zu mobilisieren“, sagte Carlotta Cornelius, Gründungsmitglied der Bonner Ortsgruppe. Rund 40 Teilnehmer waren letztendlich zur Auftaktkundgebung auf den Marktlatz und zur anschließenden Demonstration gekommen. Darunter auch Geografie-Student Fabian Kiefer, der das erste Mal bei einer Demo von Extinction Rebellion dabei war. „Ich finde gut, dass das Massenaussterben der Arten mit solchen Aktionen ins öffentliche Bewusstsein gebracht wird“, erklärte der 23-Jährige, der in seinen Ökologie-Vorlesungen das Ausmaß des Klimawandels und des Artensterbens begriffen habe.

Bereits vor dem offiziellen Beginn der Kundgebung wurde er von anderen Teilnehmern angesprochen. Neue Mitglieder zu ermutigen, sich für Artenschutz stark zu machen, das sei eine wichtige Aufgabe solcher Veranstaltungen, bestätigte auch Archäologie-Studentin Julia, die eine Rede zu Beginn der Kundgebung vor dem Alten Rathaus hielt. „Ich glaube, es gibt viel mehr Menschen, die so verzweifelt sind wie wir, es aber nicht offen zeigen oder es einfach verdrängen“, sagte die 25-Jährige und ergänzte: „Daher ist es umso wichtiger, dass wir heute öffentlich unsere Gefühle kundtun.“ Dies zeigte die Gruppe auch ohne große Worte in einer Schweigeminute und einem so genannten „Die-in“, bei dem sich die Demonstranten wie tot auf den Boden legen. Anschließend setzte sich der Trauerzug schweigend Richtung Kaiserplatz in Bewegung; gesäumt von zwei Trommlern und der Polizei.

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