"Beethovens Bunte": 4. Christopher Street Day auf dem Münsterplatz

"Beethovens Bunte" : 4. Christopher Street Day auf dem Münsterplatz

Der Verein R(h)einqueer feiert mit vielen Besuchern den Bonner Christopher Street Day. Ziel der Veranstalter ist, einander kennenzulernen und Vorurteile abzubauen.

Viele Infostände und ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm gab es am Samstag auf dem Münsterplatz. Unter der Federführung vom Verein R(h)einqueer – ein Netzwerk von und für Menschen mit unterschiedlichen sexuellen Orientierungen und Geschlechtsidentitäten – feierten viele Besucher zum vierten Mal den Bonner Christopher Street Day (CSD).

Unter dem Motto „Beethovens Bunte“ präsentierten Vereine und Organisationen ihre Arbeit und sorgten für Aufklärung und Unterhaltung. So konnten die Besucher Regenbogenfahnen ergattern, Tassen bemalen und sich austauschen. „Uns geht es um die Begegnung. Wir wollen mit dem Fest die Sichtbarkeit für 'queere' Menschen erhöhen. Der Tag bietet für alle die Gelegenheit, einander kennenzulernen, Fragen zu stellen und Vorurteile abzubauen“, erklärte Vorstandsmitglied Lisa Bergmann (32). „Hier ist jeder willkommen, egal welches Geschlecht, welche sexuelle Orientierung und welches Alter man hat. Nichts verbindet mehr, als gemeinsam zu feiern.“

Für Unterhaltung sorgte ein buntes Bühnenprogramm: Das Moderatorentrio Adelheit von Seidennaht, Andreas Franke und Sebastian Schmickler kündigten auf der Bühne unter anderem die singende Hairstylistin Regina Red, die Travestie Show „Violets and Roses“ und die Varietéeinlage „Cirque“ an. Bürgermeister Reinhard Limbach richtete ein Grußwort an die Besucher. Neben den vielen Künstlern mache vor allem die zentrale Lage das Fest so besonders, sagte Bergmann. „Viele Menschen, die zum Einkaufsbummel in die Innenstadt gekommen sind, bleiben spontan stehen und feiern mit uns mit. Das schafft eine ganz besondere Atmosphäre,“ so Bergmann weiter.

Auf sich aufmerksam machen möchten auch Giulia (17) und Iane (17), die mit regenbogenfarbenen Umhängen zum Fest gekommen sind: „Jeder darf sein, wie er will“, findet Giulia und Iane bekräftigt: „Es ist okay, dass man das gleiche Geschlecht liebt.“

Mehr von GA BONN