Gebäude nach Feuer unbewohnbar: 14 Personen aus brennendem Haus in Bonn gerettet

Gebäude nach Feuer unbewohnbar : 14 Personen aus brennendem Haus in Bonn gerettet

In Bonn-Endenich hat am Montagabend ein Mehrfamilienhaus gebrannt. 14 Personen mussten gerettet werden, das Haus ist durch das Feuer unbewohnbar.

Die Feuerwehr hat am Abend des 1. Weihnachtstages 14 Personen aus einem brennenden Haus in Bonn-Endenich gerettet. Im Keller eines Mehrfamilienhauses an der Kolpingstraße war gegen 19.30 Uhr ein Feuer ausgebrochen. Anwohner meldeten über den Notruf starke Rauch- und Wärmeentwicklung aus dem Keller des Gebäudes.

Wie die Feuerwehr mitteilte, "spielten sich dramatische Szenen" ab. Aus der Eingangstür und aus den Fenstern des Treppenhauses und der Wohnungen in den Obergeschossen quoll bei Ankunft der Einsatzkräfte dichter, schwarzer Rauch. Zahlreiche Anwohner machten sich an ihren Fenstern und auf ihren Balkonen durch Hilfeschreie bemerkbar. Durch den Rauch war ihnen der Fluchtweg aus dem Haus abgeschnitten.

14 Personen gerettet

Ein Trupp der Feuerwehr ging mit Atemschutz gegen die Flammen im Keller vor und sicherte so den Weg in das Gebäude. Währenddessen retteten weitere Wehrleute die Menschen aus ihren Wohnungen. Neun Erwachsene, fünf Kinder und fünf Hunde wurden über die Drehleiter, über tragbare Leitern oder auch durch das Treppenhaus in Sicherheit gebracht. Drei weitere Bewohner hatten das Haus vor Eintreffen der Feuerwehr noch verlassen können.

Der Rettungsdienst behandelte die insgesamt 17 Personen, eine Frau wurde leicht verletzt in ein Bonner Krankenhaus gebracht.

Ursache für das Feuer sollen Arbeiten an einem Motorroller sein. Wie Polizeisprecher Frank Piontek auf Anfrage mitteilte, soll es dabei im Keller des Hauses zu einer Verpuffung gekommen sein, was vermutlich den Brand auslöste. Die Ermittlungen dauern an.

Haus ist unbewohnbar

Die Wehrleute hatten das Feuer nach wenigen Minuten unter Kontrolle, das Haus ist der Feuerwehr zufolge dennoch bis auf weiteres unbewohnbar. Demnach sind die Schäden an der Hauselektrik und am Gebäude selbst zu groß, um dort weiter wohnen zu können. Nach Angaben der Polizei sollen Stromkabel herunterhängen. Die gesamte Stromversorgung des Hauses musste abgeschaltet werden.

Die Anwohner fanden bei Familie, Verwandten oder bei Freunden Obdach. Die Stadt Bonn und der Betreuungsdienst des Malteser Hilfsdienstes organisierten zwischenzeitlich eine Unterkunft. Diese musste jedoch niemand in Anspruch nehmen.

Der Einsatz der Feuerwehr, die mit rund 50 Wehrleuten ausgerückt war, endete nach rund drei Stunden gegen 22.30 Uhr.

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