Abholung, Verwertung, Verbot: So werden Sie den Weihnachtsbaum wieder los

Abholung, Verwertung, Verbot : So werden Sie den Weihnachtsbaum wieder los

Ab dem 7. Januar werden in Bonn und der Region die Weihnachtsbäume abgeholt. An welchem Tag Sie den Baum herausstellen sollten und was bei der Weihnachtsbaum-Entsorgung zu beachten ist, lesen Sie hier.

Ab Montag, 7. Januar, sammeln die Mitarbeiter von „bonnorange" die herausgestellten Tannen in Bonn ein. Wer sich dann noch nicht von seinem Baum trennen möchte, bekommt in den beiden Folgewochen eine zweite Chance.

Die genauen Termine sind im Abfallkalender für 2019 aufgeführt, der jedem Haushalt in Bonn zugestellt worden ist. Sie stehen in dem grün unterlegten Kasten unter "Grünabfallsammlung". Der Abfuhrtermin lässt sich außerdem auf der Internetseite von "bonnorange" erfahren.

Damit der Baum abgeholt werden kann, sollte er gut sichtbar an den Straßenrand gestellt werden. Schließlich muss er von den Müllwerkern auch in der morgendlichen Dämmerung gefunden werden können.

Ganz wichtig: Der Baum sollte vorher sorgfältig abgeschmückt werden. Das heißt, runter mit Weihnachtskugeln, Lichterketten und Lametta. Überreste von Baumschmuck stören nicht nur die Verarbeitung der Weihnachtsbäume, sie mindern auch die Qualität des Kompostes. Außerdem darf der Baum maximal zwei Meter groß sein. Ist er größer, muss er entsprechend gekürzt werden.

Alternativ kann jeder seinen Baum außerhalb der Abfuhrtermine im Januar kostenfrei entsorgen. Die beiden Wert- und Schadstoffsammelstellen in Bonn (Gelände der Müllverwertungsanlage, Am Dickobskreuz, Tor 2) und Bad Godesberg (Betriebshof Weststraße 11) haben von Montag bis Freitag in der Zeit von 8 bis 17 Uhr geöffnet. An der Sammelstelle „Am Dickobskreuz“ ist eine Anlieferung auch samstags von 8 bis 12 Uhr möglich. Auch die Entsorgung im stationären Grüncontainer ist möglich.

Weitere Informationen unter der Telefonnummer: 0228/772588.

Entsorgung im Rhein-Sieg-Kreis

Auch die RSAG sorgt im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis für die Entsorgung der Bäume. Auch hier stehen die Termine im Abfallkalender der RSAG. Der Abtransport der Tannenbäume erfolgt parallel mit der Leerung der Biotonne im 14-Tage-Rhythmus.

Die RSAG sichert eine Abholung der Bäume bis Ende Februar zu. Joachim Schölzel, Pressesprecher der RSAG, ergänzt: "Es gibt übrigens keine bevorzugten Weihnachtsbaumabholtermine. Die Menge verteilt sich nahezu gleichförmig über die Monate Januar und Februar."

Die Besitzer müssen die Bäume zuvor auf etwa einen Meter kürzen, um Verkantungen im Schüttbereich des Müllfahrzeuges zu verhindern. Außerdem sollen und lange Äste mit einer verrottbaren Schnur gebündelt werden. "Außerdem sollte man auf die Gesundheit der Müllwerker Rücksicht nehmen", so Schölzel und verweist auf das Gewicht der Bäume, wenn Bürger diese ungekürzt an den Straßenrand stellen.

Die Bäume werden im Kompostwerk in Swisttal-Miel und in der Anlage in Gut Müttinghoven zerkleinert und anschließend kompostiert. Christbaumbesitzer, die nicht auf die Abholtermine der RSAG warten möchten, können ihren abgeschmückten Baum direkt zur Entsorgungsanlage nach Miel bringen. Auch der Stadtbetrieb Bornheim bietet den Bürgern an, ihren Weihnachtsbaum bei der Annahmestelle für Grünabfälle am Donnerbachweg abzugeben.

Verbote und Alternativen

Weihnachtsbäume dürfen genauso wenig wie andere Grünabfälle im Wald entsorgt werden. Es drohen Bußgelder, erläutert die Waldschutzorganisation PEFC – weil es für die Umwelt schädlich sein kann. Beim Verrotten setzt der Baum Nährstoffe im Boden frei, was das bestehende Angebot verändern kann.

Als Alternative kann das Holz im eigenen Ofen verheizt werden. Das Holz muss dafür aber erst trocknen, ungefähr ein Jahr lang, betont PEFC.

Auch eine Möglichkeit ist das Zerteilen und das Reisig im Garten zum winterlichen Rückzugsort für die Tiere im Winter zu machen. Dazu rät der Bundesverband Garten- und Landschaftsbau (BGL) Gartenbesitzern. So mancher Vogel verkriecht sich hier etwa bei Gefahr. Wer so einen Haufen im Herbst mit Schnittgut und Laub angelegt hat, etwa auch, um Igeln einen Platz zum Überwintern zu geben, kann nun die Reste des Weihnachtsbaums zum Auffüllen verwenden. Denn das Grüngut verrottet mit der Zeit, und der Haufen sackt in sich zusammen.

Draußen im Garten kann altes Tannen- und Fichtengrün beispielsweise Beete und Blumenkästen vor Frost schützen. „Auch als winterlicher Grabschmuck machen sich die Zweige der Nadelbäume gut“, sagt Joachim Wuttke vom Umweltbundesamt. Eine weitere Möglichkeit: „Wer den Baum schreddern kann, kann mit dem Material die Beete mulchen“, sagt Philip Heldt von der Verbraucherzentrale NRW.

Mit Fantasie und Geschick bietet der Nadelbaum Do-It-Yourself-Fans viele Optionen. "Im Gegensatz zu Eiche oder Buche ist Nadelholz recht weich und eignet sich gut zum Schnitzen", erläutert Fetz. So kann er beispielsweise Kleiderständer im Flur weiterleben. Die Ast-Achsen dienen als Haken, an denen auf verschiedene Ebenen Mäntel und Jacken, Taschen, Schals und Mützen hängen. "Wenn man den geschälten und abgeschmirgelten Stamm noch in weißer Kalkfarbe tüncht, sieht er schick und edel aus", rät Fetz.

Stärkere Zweige lassen sich auch zu Sitzstangen für Vögel oder kletterfreudige Haustiere umfunktionieren. "Das sorgt für ein bisschen Abwechslung im Käfig", so Fetz. Auch größere Tiere freuen sich über Abwechslung. Daher nehmen einige Wildtiergehege, Wildparks und Förster Weihnachtsbäume an – als Spielzeug oder Futter etwa für Elefanten, Kamele oder Hirsche. "Die Bäume dürfen nicht chemisch behandelt und müssen komplett abgeschmückt sein", sagt Karl Görnhardt, Geschäftsführer des Deutschen Wildgehege Verbands. Ob die ausrangierten Bäume willkommen sind, sollte man vorher klären.

(mit Material von dpa)