Fünf für NRW: Rad-Autobahn zwischen Köln und Bonn

Fünf für NRW : Rad-Autobahn zwischen Köln und Bonn

Die NRW-Landesregierung will mehr Berufspendler zum Umsteigen auf das Fahrrad bewegen. Dazu soll in jedem der fünf Regierungsbezirke nach Vorbildern aus Kopenhagen und den Niederlanden je ein Radschnellweg entstehen. Kommunen können sich bis Mitte nächsten Jahres beim Verkehrsministerium mit Projekten bewerben. Aus den Städten Bonn und Köln hieß es am Dienstag, man wolle auf jeden Fall dabei sein

Ob mit einem Radschnellweg, der die beiden Städte verbindet, ist allerdings offen. Auf den Radschnellwegen sollen vor allem Berufspendler ähnlich wie mit dem Auto auf Autobahnen fahren können. Die Wege sollen

Nach den Worten von Arndt Klocke, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion, geht es vor allem darum, ländliche Regionen besser an die Ballungsräume anzubinden. "Strecken wie Rheinbach-Meckenheim-Bonn oder Bergisch Gladbach-Köln wären für Radschnellwege geeignet", sagte er.

Eine Radautobahn zwischen Köln und Bonn sei zwar denkbar, "da gibt es aber auch schon sehr gute Verbindungen mit dem öffentlichen Nahverkehr." Von der Stadt Köln hieß es, eine Radautobahn nach Westen in Richtung Frechen, Pulheim sei ebenso wünschenswert wie in Richtung Süden nach Bonn.

Sven Bersch, Vorsitzender des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) Köln, hält eine Rad-Autobahn am Rhein entlang für sinnvoll. "Die vorhandenen Wege lassen sich schnell und ohne großen Aufwand ausbauen. Die Fahrtzeit von der Kölner in die Bonner Innenstadt ließe sich auf gut eine Stunde halbieren. Und auf der Strecke liegen viele Pendlerziele wie Wesseling."

Nach Angaben von Bersch wächst der Fahrradverkehr in Köln um zehn bis 20 Prozent pro Jahr. "Die Leute merken einfach, dass es gesund ist und auf vielen Strecken schneller geht als mit dem Auto." Nach Angaben von Klocke kostet ein Kilometer Radschnellweg rund eine Million Euro. Im Rahmen des Wettbewerbs würde der Bau mit bis zu drei Vierteln bezuschusst.