Wilhelmine-Lübke-Haus proklamierte Franziska

Wilhelmine-Lübke-Haus proklamierte Franziska

Moderator Willi Baukhage kündigte Prinz und Bonna an, aber nur Rainer I. marschierte mit der Equipe in die Cafeteria des Wilhelmine-Lübke-Hauses ein. Die Bonna war am Samstag krank, und deshalb versuchte Prinzenführer Christoph Arnold, die seniorenheimeigene Tollität, die 37. Franziska, als Ersatz abzuwerben.

Die heißt im bürgerlichen Leben Ingrid Möller und war auf der Seniorensitzung kurz zuvor erst proklamiert worden. Das Publikum protestierte lautstark, und der Prinz musste sich mit einer handgefertigten Bonna-Puppe - "Victoria die Viertelvorzwölfte" - begnügen, die Baukhage ihm überreichte.

Die neue Franziska, die seit 2011 im Haus wohnt, war ganz aufgeregt während ihrer Krönung. Ingrid Möller wird am 15. Februar, also am Tag vor Weiberfastnacht, 68 Jahre alt. Nach eigener Aussage gehörte sie eher zu den stillen Karnevalisten, war aber immer gerne dabei. Sie ist gebürtige Kessenicherin und ging in Endenich, wo ihre Eltern die Gaststätte Zum Fronhof führten, zur Schule. Sie heiratete einen inzwischen verstorbenen Hessen, hat zwei Söhne und sechs Enkelkinder. Sie halte guten Kontakt zu den Mitbewohnern und sei eine gesellige Persönlichkeit, die gerne liest und Schlagermusik hört, sagte Hausleiter Marcus Klemm.

Er war am Samstag als "Frau Wunderschön" unterwegs und machte in dieser Rolle allerlei Späße. Auf dem Programm standen neben Musik und Tanzgruppen auch der Besuch der Karnevalsprinzessin Irene I. aus Volmershoven-Heidgen, für die der Auftritt ein besonderes Anliegen war: Ihre Mutter ist ebenfalls Bewohnerin im Wilhelmine-Lübke-Haus.

Den Senioren wurde ein bunter Karnevalsnachmittag geboten, für den die Cafeteria erstmals anders eingerichtet worden war als in den Vorjahren: Die Bühne war nun nicht mehr vor der Küche, sondern auf der gegenüberliegenden Seite aufgebaut, wo das Mitarbeiterteam mehr Dekorationsmöglichkeiten hatte.

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