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Kommentar zur Mieterhöhung für Vereine: Tritt vors Schienbein

Kommentar zur Mieterhöhung für Vereine : Tritt vors Schienbein

Es ist heute längst nicht mehr selbstverständlich, sich ehrenamtlich zu engagieren. Vereinsarbeit zum Beispiel fordert viel Zeit und viel Geduld.

Nicht selten schlägt man sich mit Problemen rum – meist denen der anderen. Vor ein paar Tagen ist mit der von der Verwaltung angedachten Mieterhöhung in städtischen Gebäuden ein neues aufgetaucht. Wie berichtet, aufgrund eines Haushaltsbeschlusses im Rat. Damit hat sich die Bonner Jamaika-Koalition jetzt selbst ein Bein gestellt.

Im Stadtbezirk Hardtberg trifft es – wenn es denn so kommt – besonders die Hüter des Lengsdorfer Heimatmuseums. Wenn sie tatsächlich irgendwann statt 4570 stolze 8930 Euro im Jahr zahlen sollen, würde der Trägerverein finanziell in die Knie gehen. Nach Jahrzehnten der Brauchtumspflege ein schmerzliches Ende. Kein Erwachsener und vor allem kein Kind würde mehr anschaulich erleben, wie es früher im Dort zuging. Das darf nicht passieren. Vor allem, wenn derzeit ja auch noch das Stadtmuseum auf der Kippe steht. Auch da geht es um die leere Haushaltskasse.

Wie Hohn erscheinen die mickrigen Zuschüsse, die von der Stadt gewährt werden. Sogar Bezirksbürgermeister sind angesichts dessen peinlich berührt. Und dann zieht man den Vereinen dieses Geld x-fach wieder aus der Tasche. Das lässt an der Wertschätzung des Ehrenamts zweifeln.

Mittlerweile fordern einige Politiker eine einheitliche Regelung für die Mieten. Alles andere wäre ungerecht. Doch zu dem jetzt angesetzten hohen Niveau darf es nicht kommen.