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"Tödliche Falle": Radweg-Schwelle in Duisdorf bringt Bürger in Rage

"Tödliche Falle": Radweg-Schwelle in Duisdorf bringt Bürger in Rage

Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch liegen zwei Dienstaufsichtsbeschwerden vor. Radfahrer fordern Abbau. Die in die Kritik geratene Fahrbahnmarkierung und die Schwelle am Radweg der Julius-Leber-Straße hat ein Nachspiel für die Stadt Bonn.

H.-Christoph von Heydebrand und Heinz-Jürgen Binnenbruck haben unabhängig voneinander Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch schriftlich aufgefordert, die "tödliche Falle" an der Einmündung zum Basketsring entfernen zu lassen. Außerdem haben sie gegen den Leiter des städtischen Tiefbauamtes, Werner Bergmann, Dienstaufsichtsbeschwerde eingeleitet.

Nach eigenen Angaben ist von Heydebrand am 18. Januar mit seinem Fahrrad mit Tempo 40 über den Radweg in Richtung Auf dem Kirchbüchel gefahren. "In Höhe des Basketsrings betrat eine Frau den mit einer weißen Linie markierten Radweg ohne in meine Richtung zu sehen. Eine Vollbremsung zur Vermeidung eines Zusammenstoßes war für mich nicht mehr möglich, also wich ich den markierten Radweg verlassend nach links aus. Dabei geriet mein Vorderrad an einen weißen circa zehn Zentimeter hohen langen schmalen Klotz. Ich geriet ins Schleudern, überquerte beim Schleudern mit dem Rad die Straße bis zur Fahrbahnmitte und konnte nur im letzten Moment einen Sturz verhindern", schreibt von Heydebrand an den Oberbürgermeister.

Der Klotz müsse umgehend beseitigt werden, weil er für Fahrradfahrer eine tödliche Falle darstelle, so der Bürger. Er vermutet, dass die Stadt bei Unfällen für die Schäden haften muss.

Binnenbruck schreibt an den OB: "Es ist für mich nicht nachvollziehbar, wie man an dieser Stelle ein derartiges Hindernis auf die Straße bringen kann, um frühere Planungsfehler auszubügeln." Man habe bei der Planung nicht berücksichtigt, dass die Menschen bei der Ausfahrt aus dem Einkaufsareal zu einem großen Teil nach links zum Brüser Berg und Richtung Autobahn abbiegen. Der Umweg über den Verteilerkreis am Telekom Dome wird von den Autofahrern nicht angenommen.

Die Stadt wollte sich am Dienstag zu den Schreiben nicht äußern.