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Sankt Martin in Duisdorf: Teilen, weil man es kann

Sankt Martin in Duisdorf : Teilen, weil man es kann

Um die Tombola zu Sankt Martin in Duisdorf attraktiver zu gestalten, gibt es für Gewinner-Lose erstmals Sachpreise. Ein Rad und Baskets-Karten sollen den Absatz für gute Zwecke verbessern.

Das Pferd, so scheint es, hat ausgedient. Zumindest war es beim Auftritt von St. Martin alias Daniel Klein nicht mit von der Partie, als dieser nun zum Telekom Dome hinunterfuhr, um mitten im Altweibersommer den Weg für seinen Festtag zu bereiten. Anstelle des sonst üblichen Schimmels ließ sich der Heilige mittels einer Drehleiter auf die Terrasse der Baskets-Halle bringen – ein Zeichen dafür, dass die Feuerwehr Duisdorf seit nunmehr 80 Jahren dieser christlichen Inkarnation der Nächstenliebe Leben einhaucht.

Und auch bei der alljährlich dazugehörigen Tombola wird das Tier offenbar keine große Rolle spielen, ganz im Gegenteil zu einem hochmodernen Drahtesel: Erstmals gibt es in dieser neben den üblichen Zehn-Euro-Gutscheinen mit einem Fahrrad vom H & S Bike Discount im Wert von 380 Euro sowie drei mal drei Karten für ein Bundesligaspiel der Telekom Baskets auch hochwertige Sachpreise zu gewinnen. Die Lose können donnerstags zwischen 19 und 20 Uhr an der Duisdorfer Feuerwache sowie bei den Bäckereien Schell und Penkert erworben werden. 2015 sind auf diese Weise rund 16 000 Lose unters Volk gekommen – doch da, so Organisator Reiner Klingebiel, sei sicherlich noch Luft nach oben.

Klingebiel appellierte denn auch nachdrücklich, die Chance auf die genannten Gewinne nicht ungenutzt zu lassen – zumal man durch einen Loskauf auch etwas Gutes tue. Denn neben der Finanzierung des Martinszugs, der traditionsgemäß am 10. November durch den Ortsteil Duisdorf führen wird, dienen die Erlöse vollständig der Anschaffung von Lernmaterialien sowie der Hilfe jener, die sonst nicht am Sozialleben der Schulgemeinschaft teilnehmen können. „Wir können und wollen ganz gezielt helfen und damit die Geschichte Sankt Martins in die Gegenwart transportieren“, so Klingebiel.

Teilen, weil man es kann: Darum geht es. Ob es nun Geld ist oder einfach nur ein bisschen Zeit. „Natürlich können die Kinder nach dem Martinszug auch wieder Schnörzen gehen und an jenen Häusern klingeln, deren Fenster geschmückt sind“, erklärte Klingebiel. „So verteilen die Bewohner Süßigkeiten, während die Kleinen ein wenig Zeit zurückgeben. Ich finde diesen Gedanken viel schöner als den von Halloween.“

Daniel Klein hob derweil hervor, dass auch das Thema Integration eine Rolle beim diesjährigen Martinszug spielen solle. „Auch hier teilen wir, und das gerne“, betonte er. „Gleichzeitig müssen wir den Flüchtlingen aber auch vermitteln, was wir von ihnen erwarten.“ Wie so oft ist es ein Geben und Nehmen – und die Balance muss eben stimmen, damit alle vereint sind. Um dies zu erreichen, baten anwesende Lehrer denn auch um mehr gemeinsames Singen, ein Wunsch, dem die Organisatoren gerne versprachen nachzukommen.

www.sanktmartin-duisdorf.de