Duisdorfer Gewerbeschau in neuem Gewand: Stadtbezirksfest auf dem Hardtberg dauert zwei Tage

Duisdorfer Gewerbeschau in neuem Gewand : Stadtbezirksfest auf dem Hardtberg dauert zwei Tage

Die Gewerbegemeinschaft Hardtberg weitet ihre Leistungsschau zu einem zweitägigen Stadtbezirksfest aus - und zwar an dem Wochenende 15. und 16. Juni.

Nach einem Jahr Pause und des Insichgehens kommt die Duisdorfer Gewerbeschau im neuen Gewand zurück. Sie steht als 1. Stadtbezirksfest unter dem Motto „Wir sind Hardtberg!“. Und das Aufforderungszeichen am Ende ist sicherlich kein Zufall. Gisbert Weber, der Vorsitzende der veranstaltenden Gewerbegemeinschaft Hardtberg, erinnerte bei der Vorstellung des umfangreichen Programms an die Überlegungen vor einem Jahr, ganz Schluss zu machen mit der Gewerbeschau. „Wir haben dann aber gedacht: Jetzt erst recht und uns neu sortiert.“

Herausgekommen ist ein Fest, das sich statt über einen Tag am 15. und 16. Juni über zwei Tage erstrecken wird. Die Duisdorfer Fußgängerzone soll sich an diesem Wochenende in eine trubelige Straße mit viel Musik und Tanz, einer Leistungsschau der Vereine verwandeln. Programm gibt es auf drei Bühnen, auf dem Europaplatz gegenüber dem Rathaus, an der Derletalstraße und am Schickshof. Von 13 bis 18 Uhr ist ein verkaufsoffener Sonntag für die Geschäfte geplant. Die bisher 74 Teilnehmer bauen Stände in der Fußgängerzone auf und sind nach den Themen Sport und Camping, Beauty und Wellness, Gesundheit und Kunst und Kultur sortiert.

Einen Großteil der ehrenamtlichen Arbeit im Hintergrund hat Regina Rosenstock geleistet. „Wir hatten auch das Ziel, gerade für junge Leute mehr zu machen“, sagte Rosenstock. Herausgekommen ist unter anderem eine Zusammenarbeit mit Darius Darek Roncoszek. Er organisiert die seit Jahren erfolgreiche Silent Party, die in den warmen Monaten regelmäßig am Alten Zoll stattfindet. Nun geht er mit dieser Open-Air-Veranstaltung erstmals an einen anderen Ort.

Am Samstag treten in diesem Rahmen diverse Musiker und Künstler auf dem Europaplatz auf (siehe Kasten). „Wir haben eine Genehmigung bis zwei Uhr morgens“, sagte Weber. Diese Ausnahmegenehmigung sei vor allem auf die Art der Party zurückzuführen. Sie ist praktisch lautlos, weil die Musik über 500 zur Verfügung gestellte Kopfhörer (Ausleihgebühr sieben Euro) direkt ins Ohr geht – und zwar nicht in das der Anwohner. Es werden zwar auch Autohäuser ihre Wagen präsentieren. „Dennoch steht das Fest im Zeichen der Nachhaltigkeit“, betonte Rosenstock. Neue Fahrräder werden am Sonntag ebenso zu sehen sein wie auf Kunststoffbesteck und -teller weitgehend verzichtet werde.

Gisbert Weber zeigte sich zwar enttäuscht von der Politik, die einer Verbindung von Gewerbeschau und Derletalfest seinerzeit gegenüber nicht aufgeschlossen gewesen sei. Die Verwaltung habe bei der Organisation im Vorfeld allerdings kräftig unterstützt. Die Auflagen würden schließlich zunehmen. „Wir brauchen alleine 13 verschiedene Genehmigungen, das ist nur mit viel Engagement im Ehrenamt hinzubekommen“, sagte Weber. Sein Dank galt auch einer Reihe von Sponsoren, ohne die dieses Fest nicht zu bewerkstelligen sei. Der Etat, so Weber, habe sich auf rund 45 000 Euro erhöht. Das sei eine Verdopplung des Budgets, das für die früheren Gewerbeschauen zur Verfügung stand.

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