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Sind Grundschüler am Überweg Lingsgasse in Gefahr?

Sind Grundschüler am Überweg Lingsgasse in Gefahr?

Wieder einmal ist es die Kanal-Dauerbaustelle im Ortskern, die für Diskussionen in Lengsdorf sorgt. Ein Bürger hat jetzt bei der Stadt Bonn beantragt, den provisorischen Zebrastreifen Im Mühlenbach/ Ecke Lingsgasse sicherer zu gestalten, weil die Einbahnstraße - auch durch parkende Bagger oder Autos - nur schwer einsehbar ist.

Außerdem sei auch der Fußgängerüberweg für Autofahrer so gut wie gar nicht als solcher zu erkennen, weshalb Fahrzeuge schon häufiger einfach durchgefahren seien.

Die Stadt hält die Absicherung jedoch für ausreichend. Es gebe derzeit keinen Änderungsbedarf an der Baustelle und der Fußwegführung, teilte Tiefbauamtsleiter Werner Bergmann mit und ist davon überzeugt: "Allen Verkehrsteilnehmern ist klar und ersichtlich, dass es sich hier um eine Baustelle handelt."

Keinesfalls will sich der Bürger damit begnügen. "Ob den Grundschülern, die diesen Fußgängerüberweg auf ihrem Nachhauseweg benutzen, klar ist, dass an diesem Fußgängerüberweg aufgrund der Baustelle besondere Vorsicht geboten ist, wage ich zu bezweifeln", entgegnet er dem Amtsleiter. "Ich hoffe für Sie, dass an diesem Überweg keine Unfälle passieren."

Angesehen hat sich die Stelle auch die Leiterin der Kreuzbergschule, Anne Burghof. Es sei immer gefährlich, wenn Baustellen auf dem Schulweg liegen, sagt sie. Inzwischen habe sich die Situation aber dort entzerrt.

"Das war vorher sogar noch etwas enger für die Kinder an dieser Stelle", erinnert sie sich. Das beste Argument, damit den Grundschülern auf dem Weg zur Schule nichts passiert, sei aber: "Wir haben da jeden Morgen bis 8 Uhr Lotsen stehen, die den Kindern Hilfestellung beim Überqueren der Straße geben." Dabei handele es sich um extra dafür ausgebildete Eltern.