Duisdorfer Zentrum: Sicherheit und Verkehr: Rundgang mit Bezirksbügermeisterin Petra Thorand

Duisdorfer Zentrum : Sicherheit und Verkehr: Rundgang mit Bezirksbügermeisterin Petra Thorand

Die Duisdorfer Einkaufszone bietet fast alles, was man braucht, ist recht belebt, sieht ordentlich aus und hat mit dem Schickshof einen schmucken Veranstaltungsplatz - kurz gesagt, sie hat ihre schönen Seiten.

Sie könnte allerdings noch schöner sein. Am Samstag machte die CDU-Bezirksfraktion mit Bezirksbürgermeisterin Petra Thorand einen Rundgang zu Stellen, an denen es hapert. Auf dem Europaplatz stellte der Fraktionsvorsitzende Bert Moll die Überlegungen rund um den möglichen Kreisverkehr am Rathaus Hardtberg vor.

Ein großes Bauvorhaben, "aber bringt es mehr oder schadet es mehr?" Simulationen hätten ergeben, dass der Verkehr mit Kreisel besser fließen würde, allerdings sei unter anderem der Fußgängerfluss nicht abgebildet. Beim Umbauvorhaben am Burgweiher gelte es, noch viel zu planen und zu bedenken - unter anderem müsse man die Feuerwehr im Blick haben, so Moll, was eine durchgehende Mittelstreifeninsel mit Laternen an der Stelle unmöglich mache.

Nachdem die Scheiben des früheren Gemüsehändlers Trimborn eingeschlagen worden waren, sei auch über Sicherheitsmaßnahmen nachzudenken, meinte Moll. "Videoüberwachung ist allerdings an strenge rechtliche Voraussetzungen geknüpft."

Der Bezirksverordnete Bernhard Schekira rief die Bürger auf, nicht wegzuschauen, sondern aufmerksam zu sein und öfters den Notruf zu wählen, "wenn Ihnen etwas komisch vorkommt". Teilnehmerin Bärbel Weinstock brachte es auf den Punkt: "Wer nicht konstruktiv sein kann, ist destruktiv."

Um dem entgegenzuwirken, sagte Thorand, müsse man frühzeitig, am besten im Kindergartenalter, mit entsprechenden Erziehungsmaßnahmen beginnen. Neben der unzureichenden Beschilderung für öffentliche Toiletten und schwer einsehbaren Bereichen auf dem Hof der Rochusschule, in denen es zu Vandalismus gekommen ist - hier war die Forderung, Absperrungen einzuziehen -, ging es auch um das Vorhaben einer Privatperson, gegen das sich eine Bürgerinitiative gebildet hat: Gegenüber dem Friedhofseingang will ein Hauseigentümer eine Arkade bauen und sein Haus darauf erweitern.

Das stört das Gesamtbild und sei nicht zeitgemäß, so die Gegner dieses Vorhabens. Problem: Im Jahrzehnte alten Bebauungsplan ist die Bürgersteigfläche von der bestehenden Arkade am Europaplatz bis zur heutigen Pizzeria Avanti für einen solchen Arkadenbau vorgesehen. Allerdings solle entweder alles oder gar nichts dort überdacht werden, aber nicht nur ein einzelnes Haus, so Moll. Die CDU würde sich deshalb der Initiative anschließen, die eine Änderung des Bebauungsplans fordert.

Der Rundgang führte auch auf die Rückseite der Fußgängerzone zum Parkplatz, auf dem das Burgweiherkarree entstehen soll. Neues hatten Moll und Thorand dazu nicht zu berichten: Die Stadt verhandle noch mit dem Investor Ümit Market über den Verkauf der städtischen Parkplätze zwischen Altkleidercontainer und Straße.

Man habe sich inzwischen darauf geeinigt, dass im Erdgeschoss Gewerbe unterkommt und darüber maximal dreigeschossig Wohnungen gebaut werden, die sich in Richtung Anwohner abstufen, damit die keine glatte Wand vor den Fenstern haben. Rundgangteilnehmer beklagten den Zustand der Gärten, durch die der Fußweg Auf der Urdel verläuft. Die seien aber in Privatbesitz, sagte Moll. Da würde nur das Gespräch mit den Eigentümern helfen.

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