Fläche am Berufskolleg: Schüler gestalten ihren Schulhof

Fläche am Berufskolleg : Schüler gestalten ihren Schulhof

Astrid Pennig und René Lönenbach sind mit Eifer bei der Sache. "Das macht einfach mehr Spaß als Unterricht in der Klasse", sind sich die beiden angehenden Landschaftsgärtner einig.

Tags zuvor haben sie ihre schriftliche Zwischenprüfung abgelegt; heute können sie endlich wieder nach draußen: Löcher graben, Stauden pflanzen, Hölzer platzieren. "Das ist eher unser Ding."

Viel zu tun gab es in den vergangenen Tagen im Außenbereich des Duisdorfer Berufskollegs an der Rochusstraße. Bisher präsentierte sich die Front des Verwaltungstrakts eintönig und ungepflegt. Jahrelang waren Sträucher und Hecken unkontrolliert gewachsen, nur selten waren sie zurückgeschnitten oder ausgedünnt worden.

Als praktische Ergänzung zur Theorie hatten die rund 50 angehenden Landschaftsgärtner und "Baumschulisten" die Aufgabe, das Areal unter Anleitung ihrer Fachlehrer Silvia Krause und Jens Buchholz umzugestalten. In verschiedenen Gruppen entwickelten die Schüler unterschiedliche Konzepte, wie die Grünfläche nicht nur abwechslungsreicher und naturnaher, sondern auch pflegeleichter und nachhaltiger gestaltet werden kann.

Initiiert wurde das Projekt von der Staatskanzlei Düsseldorf und der Architektenkammer NRW. Betreut wurde die Aktion von der Bornheimer Landschaftsarchitektin Maria Mandt. Das Kollegium um Schulleiter Dirk Thomas entschied sich am Ende nicht für einen einzigen Entwurf. "Wir haben vielmehr aus allen Vorschlägen ein gemeinsames Modell entstehen lassen", so Silvia Krause.

Am 1. Oktober ging es dann schließlich los: Mit schwerem Gerät wurde gerodet und gefräst, 17 Tonnen Sand, Splitt und Mulch mussten mühsam per Hand herangeschafft und verteilt werden. Zuvor hatten sich Schüler und Lehrer entschieden, die gleichen Pflanzen auf unterschiedlichen Böden wachsen zu lassen: Im hinteren Bereich haben sie normale Pflanzerde angeschüttet, im vorderen ein Gemisch aus Lavasubstrat und Sand. "Eigentlich müsste der vordere Bereich pflegeleichter sein", so Jens Buchholz. "Ich bin genau so gespannt wie die Schüler."

In etwa zwei Jahren werden dann Königskerzen, Brandkraut, Vexiernelke, Zypressenwolfsmilch sowie Liebesperlenstrauch prächtig blühen. Dann sind die angehenden Landschaftsgärtner längst fertig mit ihrer Ausbildung. "Aber so ist es auch im Berufsleben. Da werden sie auch nicht sehen, wie sich eine Grünfläche, die sie angelegt haben, im Laufe der Zeit entwickelt", so Silvia Krause.