Wildernder Hund in Röttgen: Schon wieder wurde ein Reh gerissen

Wildernder Hund in Röttgen : Schon wieder wurde ein Reh gerissen

Schon wieder wurde ein Reh von einem Hund gerissen. Diesmal entdeckten Spaziergänger das Kitz an der Flerzheimer Alle zwischen Röttgen und Witterschlick. Jagdpächter und Forstamt wollen nun hart durchgreifen.

„Dies ist jetzt schon das fünfte Tier innerhalb weniger Wochen, das Opfer wildernder Hunde geworden ist“, beklagt Johannes Klassen, der zuständige Jagdpächter für das Revier. Unmittelbar neben einem Reitweg entdeckte er das gerissene Wild.

„Die Fundstelle lässt vermuten, dass ein mit einem Reiter freilaufender Hund das Tier zu Tode gehetzt und schließlich gerissen hat“, empört er sich. Das Reh hatte massive Bisswunden am Hals und an den Hinterläufen. „Die stammten eindeutig von einem Hund“, so Klassen.

„Ich bin seit fast 20 Jahren Pächter des Reviers Witterschlick und kann mich nicht an eine derart beispiellose Serie erinnern. Noch nie wurden innerhalb kurzer Zeit so viele Tiere gerissen.

Der bevorstehende Frühling und die damit verbundene Trächtigkeit der Muttertiere wird das Problem nochmals verschärfen“, ergänzt Klassen. Deshalb würden jetzt alle Jagdpächtern der Gegend sowie das Forstamt mit harter Hand durchgreifen und mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen unbelehrbare Halter vorgehen, die ihre Hunde verbotswidrig im Bereich des Kottenforstes unangeleint ausführen.

Zuletzt musste Jagdpächter Lutz Schorn ein Kitz von seinem Leid erlösen. Alexa Thiesmeyer aus Ückesdorf hatte das Kitz am Feldrand an der Autobahnmauer im Bereich der Max-Ernst-Straße entdeckt (der GA berichtete).

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