Parken in Lengsdorf: Schallengasse bleibt ein Streitobjekt

Parken in Lengsdorf : Schallengasse bleibt ein Streitobjekt

Nicht zum ersten Mal gibt es Streit um die von Anliegern geparkten Autos in der Schallengasse. Das führt dazu, dass Fußgänger mit Kinderwagen und Rollstuhlfahrer nicht mehr durchkommen und die Straßenseite wechseln müssen.

Auf Intervention eines Bürgers, der an der Lengsdorfer Hauptstraße wohnt und sich ärgert, dass seine Kinder auf dem Weg zur Schule an dieser Stelle auf die Fahrbahn ausweichen müssen, reagierte die Stadt voriges Jahr: allerdings in der Form, dass sie drei Parkplätze mit gelben Streifen abmarkierte und damit das Parken quasi legalisierte. Zumindest vorübergehend.

Jetzt ist die Testphase vorbei, und die provisorische Gelbmarkierung ist in eine offizielle weiße Markierung umgewandelt worden. Test beendet, alles gut, mag man sagen. Doch jetzt kommt Einspruch seitens des Kritikers, der einen Bürgerantrag gestellt hat.

Der Mann fordert darin, den Parkplatz vor dem obersten Haus in der Schallengasse zu entfernen oder zumindest durch Poller sicherzustellen, dass kein Fahrzeug den Gehweg unter die Mindestbreite von 1,20 Metern einengt.

Alternativ könne vor dem Ladenlokal an der Lengsdorfer Hauptstraße 35 ein Parkplatz abmarkiert werden. Wenn das nicht möglich sei, sollten auch dort Poller aufgestellt werden, um das ordnungswidrige Parken zu unterbinden. „Wie überall zeigt sich, dass Autos nur durch bauliche Maßnahmen von Gehwegen ferngehalten werden können“, bemerkt der Kritiker.

Noch gibt es von der Stadt keine Stellungnahme, ob sie bereit ist, die Schallengasse so freizuhalten oder jene Poller zu installieren. Allerdings gibt Christoph Schada von der CDU bereits zu bedenken, dass beide Parkplätze in der Auslaufzone der verkehrsberuhigten Lengsdorfer Hauptstraße liegen.

„Es handelt sich hier um eine ebene Fläche, in der die Gehwege nahtlos in die Fahrbahn übergehen, ähnlich wie in der Weierbornstraße und der Schmittstraße in Duisdorf“, sagt er und findet: „Hier könnte man dann auch um das parkende Fahrzeug herumgehen – gerade auch mit Kinderwagen.“ Die Fläche am Dorfkrug sei in Privatbesitz und könne nicht für Parkplätze hergerichtet werden.

Überhaupt handele es sich um eine alte, historische Straße mit enger, kleiner Bebauung und ohne durchgehende Bürgersteige. „Hier muss jeder – auch Schulkinder – schon mal die Straßenseite wechseln.“