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Lengsdorfer Weinkönigin Maria Block: Roten mag sie nicht so gerne

Lengsdorfer Weinkönigin Maria Block : Roten mag sie nicht so gerne

Maria Block regiert in den nächsten zwei Jahren als Lengsdorfer Weinkönigin. Sie wird am Freitag, 16. September, auf dem 25. Lengsdorfer Weinfest gekrönt.

Wer im Mai auf dem Dorfplatz war, als die Lengsdorfer Weinkönigin Juliana I. und andere dort neue Rebstöcke pflanzten, der hätte auch schon einen Blick auf ihre Nachfolgerin werfen können: Die war damals inkognito dabei und unterstützte den Weinfestausschuss mit ihrem Traktor: Maria Block.

Das Traktorfahren lernte sie auf dem elterlichen Hof: Ihr Vater Stefan Hünten ist in Lengsdorf auch als „Sonnenblumenkönig“ bekannt. Die 23-Jährige hat einen jüngeren Bruder und eine ältere Schwester. Maria hat 2015 ihren Bachelor in Handelsmanagement an der europäischen Fachhochschule absolviert, jetzt macht sie berufsbegleitend den Master in General Management an der Internationalen Hochschule Bad Honnef. Denn sie arbeitet schon als Technische Sachbearbeiterin bei der Firma Technolam in Troisdorf, wo sie ihre Ausbildung begonnen hatte.

Sie macht viel Sport, macht Ausritte auf Pferd Huni, geht mit Freunden weg, ist zurzeit Single und reist gerne, vor allem nach Australien. Dorthin hatte es sie während Schule und Studium mehrmals gezogen, und dort hat sie Wein schätzen gelernt. „Es gibt guten australischen Wein.“ Ihre Gastmutter habe abends immer zum Essen ein Glas getrunken. Das blieb hängen und kommt ihr in ihrem neuen Amt zugute. Aber Weißwein oder Rosé müsste es sein, Roten mag sie nicht so gerne. Der Lengsdorfer Rotling allerdings sei in Ordnung.

In den nächsten zwei Jahren wolle sie als 21. Lengsdorfer Weinkönigin versuchen, Julianas Fußstapfen möglichst gut auszufüllen, sagt Maria. Für sie ist das eine große Ehre. „Ich bin mit den Festen in Lengsdorf aufgewachsen und finde, es ist etwas sehr Schönes, wenn man solche Traditionen aufrecht erhält.“ Sie sieht im Amt der Weinkönigin auch eine Vorbildfunktion. „Ich möchte vor allem den Jüngeren zeigen, was wir in Lengsdorf haben.“

Für den Orts- und Weinfestausschussvorsitzenden Christoph Schada repräsentiert Maria das, was er mit dem Amt der Weinkönigin verbindet. Deshalb habe sie sich gegen andere Kandidaten durchsetzen können. Er freut sich, dass sich einige Kandidatinnen gemeldet hatten. „Es ist nicht einfach, junge Leute für Ämter zu bekommen.“ Zum Beispiel habe Lengsdorf ja dieses Jahr kein Maipaar.

Maria ist gut vorbereitet, hat sich zum Beispiel schon ihre Amtstracht besorgt. „Wir überlassen es den Mädchen selbst, welchen Modestil sie als Weinköniginnen pflegen“, so Schada. Juliana bevorzugte das Abendkleid, Maria hat sich in Bayern schon einige Dirndls gekauft. Den Bacchus an ihrer Seite kennt man schon: Ralph Biry begleitet auch Juliane I.

Anders als beim Schirmherrn in Duisdorf ist dieses Amt laut Schada nicht an eine bestimmte Weinkönigin gebunden. Marias erster offizieller Termin ist an diesem Donnerstag der Empfang bei Bezirksbürgermeisterin Petra Thorand. Danach hat sie noch gut eine Woche Zeit, um sich auf den großen Augenblick vorzubereiten. Aufgeregt ist sie jetzt schon. Beim feierlichen Einzug auf den Dorfplatz wird sie vom Verein „Knallhaade“ begleitet, dem sie angehört. Die Mitglieder der ehemaligen katholischen Pfarrjugend werden die neue Weinkönigin als Patenverein durch die Amtszeit begleiten.