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Duisdorfer Fußgängerzone: Programm für 10. Hardtberger Kulturnacht steht

Duisdorfer Fußgängerzone : Programm für 10. Hardtberger Kulturnacht steht

Sie freuten sich wie die Kinder, dass sie es wieder geschafft haben: Die Organisatoren der Hardtberger Kulturnacht stellen trotz eines Mini-Budgets wieder ein Programm auf die Beine, das sich sehen lassen kann.

Am Samstag, 9. September, gibt es in den Geschäften in der Fußgängerzone von 17 bis 22 Uhr Ausstellungen, Musik, Tanz und Theater. „Wir können mit dem Budget von 1000 bis 1500 Euro zwar keine großen Sprünge machen“, sagt Vorsitzender Enno Schaumburg vom Verein Hardtberg Kultur, der neben Horst Bachmann vor allem Dieter Pinsdorf lobte, der die Hauptarbeit leistete. Das Geheimnis ist, dass nur die wenigsten Kosten an ihnen hängen bleiben. „Ohne die Händler und Dienstleister, die selbst für Künstler in ihren Geschäften sorgen, würde das Programm nicht gelingen.“

Die Flyer mit allen Details liegen jetzt mit drei Wochen Vorlauf zu der Veranstaltung in den Duisdorfer Geschäften aus. Geboten wird wieder ein vielfältiges Kulturprogramm von Theater über Malerei, Bildhauerei bis Musik.

Eröffnen werden Schaumburg und Bezirksbürgermeisterin Petra Thorand die Kulturnacht am 9. September um 17 Uhr im Kulturzentrum, Rochusstraße 276. Dazu kann jeder kommen, der möchte, solange der Platz ausreicht, kündigt Schaumburg an. Für Unterhaltung sorgt das Gesangsduo Heinrich/Schkolnik.

In den Geschäften und Ladenlokalen warten danach viele unterschiedliche Aktionen. Bei Zapp Optic sind Werke des verstorbenen Duisdorfer Künstlers Bruno Russi zu sehen, in Anjas Teestübchen stellt Fotograf Volker Lannert seine Fotos aus, bei Optik Krüger der Fotograf André Hansmann seine Nachtansichten Bonns, und im Schell's Eck zeigt Erika Kömpel von „Semikolon“ ihre Bilder. Bei Bonaccura sind Tuschemalereien von Lin Weiss aufgehängt, im Bäderstudio Pinsdorf Fotomalereien von Astrid Meiners-Heithausen.

Musikfans kommen nicht zu kurz

Ein Höhepunkt wird im Rathaus stattfinden, wo ausgewählte historische Fotos von Ewald Geilen gezeigt werden. Der Lessenicher Heimatforscher hatte viele Aufnahmen gesammelt, die Duisdorf zeigen, wie es sich seit Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 1980er Jahre entwickelt hat. In diese Kategorie passt auch eine Führung durch das alte Duisdorf, die die Volkshochschule um 19 Uhr anbietet (Treffpunkt am Rathaus).

Wer mehr an Musik interessiert ist, kommt auch nicht zu kurz. Papa Toms Jazzband spielt auf dem Platz an der Lessenicher Straße/ Ecke Rochusstraße ihren bekannten Swing, wie sie es seit über 30 Jahren tut. Viele andere kleine Konzerte gibt's in den Läden, im Schell's Eck gastiert zum Beispiel die „Band ohne Filter“, bei Thalia sind es die Oldie Guitar Pickers. In der Rochuskirche spielt der Musikverein Duisdorf zwei Konzerte (19.30 und 21 Uhr). Zwischendurch wird Pfarrer Jörg Harth bei Rundgängen über die Geschichte der Rochuskirche erzählen.

Gruppen, die sich musizierend durch die Fußgängerzone bewegen, wird es nicht geben. Das störe andere Auftritte und Vorführungen, die in den Läden stattfinden, erklären die Veranstalter. „Da sind sich die Bands in der Vergangenheit mitunter ins Gehege gekommen. Deshalb hat sich das Konzept mit den Wandergruppen nicht bewährt“, so Bachmann.

Ein besonderes Happening findet während der Kulturnacht im Kulturzentrum statt. Die Künstlergruppe Semikolon bereitet es vor, die Moderation übernimmt Carl Körner. Die Veranstaltung, die mehrfach wiederholt wird, umrahmt die Klezmer-Klarinettistin Viviana Rieke mit ihren Stücken.

Während der Kulturnacht sind die Lokale auf viele Gäste vorbereitet und bieten zum Teil auch Spezialitäten an. Nicht mehr dabei ist allerdings das „„La Estrella del Tapeo“ (früher „Stern“). Das Lokal ist seit wenigen Tagen geschlossen, die Pächter haben den Betrieb aufgegeben.