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25 Wohneinheiten: Neue Wohnungen an der Frongasse sorgen für Kritik

25 Wohneinheiten : Neue Wohnungen an der Frongasse sorgen für Kritik

Der Neubau in der Endenicher Frongasse sorgt für Kritik: Zwar entstehen 25 Wohneinheiten, eine Genehmigung gibt es aber nur für 14 Pkw-Stellplätze.

Für Gesprächsstoff sorgt derzeit ein Neubau im Endenicher Zentrum. Denn für das Gebäude in der Frongasse wurden von der Bonner Stadtverwaltung 25 Wohneinheiten genehmigt, dafür aber nur 14 Stellplätzen beauflagt. Für viele Anwohner und Marcel Schmitt vom Bürger Bund Bonn ist das unverständlich. „Dadurch wird sich die ohnehin schon angespannte Parkplatzsituation im Ort weiter verschlechtern“, sagt Schmitt.

Regelmäßig würden nicht nur die Brahmsstraße, sondern auch die umliegenden Straßen wie der Wiesenweg, die Alfred-Bucherer-Straße oder die Endenicher Straße nicht in erster Linie von deren Anliegern, sondern von Bewohnern umliegender Straßen und Besuchern der Kulturmeile Endenich zugeparkt. „Der Parkplatz am Magdalenenplatz reicht schon lange nicht mehr aus, um dem abendlichen Besucherstrom in Endenich zu dienen.“

Das Mehrfamilienhaus, das derzeit noch im Rohbau und eingerüstet ist, soll später 950 Quadratmeter Wohnfläche haben, wie die Stadt in einer Stellungnahme mitteilt. Von den 25 Wohnungen seien 14 für Studenten vorgesehen und jeweils unter 25 Quadratmetern groß. Ob dort auch wirklich Studenten und Azubis, so wie es im Bauantrag festgehalten ist, einziehen werden, ist unklar. „Das Vorhaben ist der Sozialverwaltung nicht bekannt. Ein Antrag auf Förderung liegt ebenfalls nicht vor“, so die Stadtverwaltung.

Für den Bauherren hat die Deklaration den Vorteil, dass er weniger Autostellplätze errichten muss. „Die Stellplatzberechnung ergibt für studentisches Wohnen ein Verhältnis von eins zu drei je Wohneinheit“, heißt es in der Stellungnahme. Für gewöhnliche Wohnungen muss pro Einheit auch ein Parkplatz zur Verfügung stehen. Somit wären es an der Frongasse insgesamt 16, die in der dazugehörigen Tiefgarage Platz finden müssen. Die Zahl habe sich wegen der guten Anbindung zum Öffentlichen Nahverkehr jedoch um zwei Parkbuchten reduziert. „Zudem sind auch 25 Stellplätze für Fahrräder vorgesehen.“

Schmitt übt nicht nur daran, sondern auch an der Gestaltung des Hauses Kritik. „Nach dem schon länger fertigen riesigen Klotz am Eingang der Frongasse ist auch die Neubebauung in der Frongasse 13-17 dafür beispielhaft.“ Das Gebäude sei zu groß und würde sich nicht in die bestehende Bebauung einfügen.

Das sieht die Stadt anders: Da lediglich die „Art der baulichen Nutzung“ festlegt sei, wurde nach der charakteristischen Struktur der Umgebungsbebauung geurteilt. Feste Größen in Grundfläche und Geschosszahl seien nicht vorgeschrieben. „Diesbezüglich fügt sich die geplante bebaubare Fläche durchaus sowohl im Verhältnis zur umgebenden Freifläche als auch mit Blick auf die bebauten Grundstücke der Umgebung ein.“

Auch gegenüber der Harmonie in der Frongasse soll ein Neubau entstehen. Dazu liege der Verwaltung eine Bauvoranfrage vor: Das Mehrfamilienhaus soll sieben Wohneinheiten auf insgesamt vier Geschossen mit einem Satteldach haben. „Die notwendigen Stellplätze werden rückwärtig in einer überdachten Garage, die zu begrünen ist, untergebracht“, so die Verwaltung.