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Tennisclub Röttgen: Nachbarn beschweren sich über Traglufthalle

Tennisclub Röttgen : Nachbarn beschweren sich über Traglufthalle

Die Traglufthalle am Tennisplatz in Röttgen steht, und die Meinungen gehen weiter auseinander. Aber dabei geht es nicht nur um die Optik.

„Das Ding sieht sogar noch schlimmer aus als erwartet“, sagt zum Beispiel Anwohnerin Beate Ruland. „Schön ist ja wohl anders.“ Der Tennisclub sieht das erwartungsgemäß anders: „So schlimm ist es nicht“, findet Vorsitzender Kurosch Balali. „Ich finde sogar, die Halle bettet sich ganz gut in die Landschaft ein.“ Er weist darauf hin, dass es zu den Nachbargärten hin viel Grünbewuchs gebe, so dass die Sichtbeeinträchtigung nicht so gravierend sei.

Ruland hält dagegen: Manche Nachbarn würden gegen eine weiße Wand schauen. Außerdem: „Es hallt sehr stark, wenn in der Halle gespielt wird. Und das Licht vom Eingang scheint die ganze Nacht in die Fenster.“ Zumindest um Letzteres will sich der Tennisclub kümmern. Die Zeitschaltuhr auch für die Parkplätze werde noch umgestellt, so dass künftig um 22 Uhr das Licht erlischt. Dass es dagegen stark hallt, habe man bisher noch nicht festgestellt, so Balali. Vorwürfe, die Bauarbeiten für die Halle hätten am Wochenende ab vier Uhr morgens begonnen, weist der Vorsitzende zurück. „Der Unternehmer hat nachts nur seine Campingwagen aufgestellt, wo seine Leute übernachtet haben.“ An Arbeit an der Halle sei schon allein wegen des schlechten Lichts in der Nacht nicht zu denken gewesen.

Gleichwohl wollen sich die Nachbarn nicht beruhigen lassen. Beate Ruland will sich auf jeden Fall rechtlichen Rat einholen und gegen den Bau der Traglufthalle vorgehen. Dies zumal man schon häufiger Ärger gehabt habe. Dabei sei es um nächtliche Partys von Club-Jugendlichen gegangen, die bei hoher Lautstärke „bis in die Puppen“ gefeiert hätten. Kurosch Balali weist besonders darauf hin, dass die Halle nur in den Wintermonaten stehe und voraussichtlich im April wieder abgebaut werde.