Wohnanlage Briandstraße: Mieter klagen: Lift defekt und zu viel Müll im Haus

Wohnanlage Briandstraße : Mieter klagen: Lift defekt und zu viel Müll im Haus

Vorsichtig tastet sich Gerda Zeitz am helllichten Tag durch das dunkle Treppenhaus bis zu ihrer Wohnungstür. „Was soll ich machen?“, fragt sie. „Seit Monaten ist das Licht im Hausflur kaputt. Obwohl wir das schon mehrfach weitergeleitet haben, hat sich bisher nichts geändert“, beklagt sie sich. Doch jetzt reicht es den Mietern in der Briandstraße 23.

„So geht es nicht mehr weiter. Es muss endlich etwas geschehen“, stimmt auch Oday Matti zu, der eine Etage tiefer wohnt. „Wir können seit Monaten den Aufzug nicht mehr benutzen, weil er auf unserer Etage einfach nicht hält“, beklagt er sich über die Wohnsituation. Dabei zahle man über die Nebenkosten jeden Monat für den Lift. „Ich habe bestimmt schon zehnmal beim Vermieter angerufen und das Problem geschildert. Geändert hat sich aber nichts“, so Matti. Dabei würde gleich nebenan eine Familie wohnen, die mit einem Kinderwagen tagtäglich in den zweiten Stock muss.

Nicht nur darüber ärgern sich die Medinghovener Mieter des Wohnungs- und Immobilienunternehmens LEG. „Auf unsere Beschwerden erhalten wir überhaupt keine Antworten. Die werden einfach totgeschwiegen. Das geht schon seit Monaten so. Wir fühlen uns von der LEG im Stich gelassen“, sagt Gerda Zeitz.

Schon mehrfach sei in den Keller eingebrochen worden, die Türen ließen sich überhaupt nicht mehr abschließen. „Werkzeug, Sportartikel – alles ist mir aus dem Keller gestohlen worden. Aber das interessiert offenbar nicht“, so Matti. Zudem würde sich immer mehr Müll rund um das Haus sowie im Keller und auf den Fluren ansammeln. „Einmal haben wir im Sperrmüll Unterlagen eines Mieters gefunden, der längst ausgezogen war. Auf unserem Hinweis sagte man uns, dass wir selbst dafür sorgen sollen, dass der Dreck abtransportiert wird“, ärgert sich auch André Zeitz.

„Regelmäßig wird die Miete erhöht, doch wenn wir etwas von der LEG wollen, dann lässt man uns einfach hängen“, beschwert sich Gerda Zeitz. „Wir bedauern, dass es zu Mängeln gekommen ist“, nimmt Mischa Lenz von der LEG zu den Vorwürfen Stellung. „Selbstverständlich sind wir sofort, nachdem uns ein Mangel gemeldet wurde, tätig geworden und haben die für uns arbeitenden Fachfirmen mit der Beseitigung beauftragt. Das Licht im Hausflur und im Keller wird schnellstmöglich repariert werden. Der Sperrmüll wird zudem zeitnah beseitigt werden“, verspricht er den Bewohnern. Auch der Fahrstuhl würde schnellstmöglich in Gang gesetzt.

Dass man die Kellertüren nicht von innen, sondern lediglich von außen öffnen kann, habe andere Gründe. „Da es sich um Brandschutztüren handelt, ist der Eingang selbstverständlich mit Knauf belegt und nicht mit Griffen. Zudem wird verhindert, dass Unbefugte Zutritt zu den Kellerrräumen haben“, so Lenz. Dennoch werde man sicherheitshalber noch einmal überprüfen, ob sich alle Kellertüren ordnungsgemäß öffnen und schließen lassen.

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